Perfide Enkeltrick-Betrüger wieder aktiv: die Polizei warnt
Liestal/BL. Im Kanton Basel-Landschaft sind offensichtlich einmal mehr Enkeltrickbetrüger aktiv. In der letzten Woche kam es in Laufen BL und Liestal zu zwei Fällen, in welchen Geld übergeben wurde.
In den vergangenen Wochen sind der Polizei Basel-Landschaft erneut mehrere Fälle von Enkeltrick-Betrugsversuchen gemeldet worden; die überwiegende Mehrheit davon verlief aus Sicht der Täterschaft erfolglos, das heisst, die angerufenen Personen reagierten richtig und liessen sich in keinster Weise darauf ein.
Diese Betrüger agieren zuerst immer per Telefon und kontaktieren in der Regel Leute im Rentenalter. So auch letzte Woche in Laufen und Liestal. In Laufen erhielt eine 63-jährige Frau am Dienstag Vormittag, 20. August 2013, einen Anruf einer angeblichen Nichte, welche um Geld für einen Autokauf bat.
Die Rentnerin übergab schliesslich einer anderen Frau, die von der angeblichen Nichte geschickt wurde, ein Couvert mit knapp 10'000 Franken, welche sie zuvor extra bei ihrer Bank abgehoben hatte. Die Frau, welche das Geld abholte, hatte einen asiatischen Einschlag, war auffallend klein (ca. 150 cm gross), von schlanker Statur, hatte schwarze, schulterlange Haare, trug blaue Jeans, ein weisses T-Shirt, eine schwarze Jacke sowie schwarze Stiefel.
In Liestal übergab ein 93-jähriger Mann am Mittwoch Nachmittag vergangener Woche, also am 28. August 2013, einem etwa 30-jährigen, unbekannten Mann 10'000 Franken in bar. Zuvor hatte der Unbekannte dem Mann eine Geschichte erzählt, an die sich der Rentner zwei Tage später, als er sich bei der Polizei meldete, nicht mehr gross erinnern konnte. Auf jeden Fall stieg der Rentner ins Fahrzeug des Unbekannten und zusammen fuhren sie zu einer Bank, wo der 93-Jährige das Geld abhob und dem Unbekannten übergab. Zusätzlich dreist: der Weg nach Hause musste der Geschädigte zu Fuss bewältigen, weil der Unbekannte, nachdem er das Geld erhalten hatte, ins Auto stieg und davonfuhr.
Die Polizei Basel-Landschaft mahnt einmal mehr zu erhöhter Vorsicht und bittet um Beachtung der folgenden Tipps:
· Seien Sie misstrauisch gegenüber Personen, die sich am Telefon als Verwandte oder Bekannte ausgeben und die Sie nicht als solche erkennen.
· Geben Sie keine Details zu Ihren familiären oder finanziellen Verhältnissen bekannt.
· Nehmen Sie nach einem Anruf mit finanziellen Forderungen bei Familienangehörigen oder Vertrauenspersonen Rücksprache.
· Übergeben Sie niemals Bargeld oder Wertsachen an unbekannte Personen.
· Informieren Sie über die Notrufnummer 117 / 112 sofort die Polizei, wenn Ihnen eine Kontaktaufnahme verdächtig vorkommt.



























