Parlament wünscht besseren Staatskunde-Unterricht
Frauenfeld. Der Staatskunde-Unterricht in Thurgauer Schulen ist verbesserungsfähig.
Diese Meinung vertraten am Mittwoch mehrere Mitglieder des Grossen Rates bei der Diskussion einer Interpellation von Susanne Oberholzer (SP).
Die Interpellantin hatte die Qualität des Staatskunde-Unterricht an Thurgauer Schulen beanstandet. Sie regte an, dafür ein eigenes Unterrichtsfach zu schaffen.
Unbefriedigend, aber kein eigenes Fach
Die Regierung hatte in ihrer Antwort zwar befunden, die Situation politischer Bildung vermöge nicht zu befriedigen. Sie kam aber zum Schluss, es sei sinnvoller, diese Kenntnisse wie bisher nicht in einem eigenen Fach, sondern im Rahmen verschiedener Fächer zu vermitteln.
Im Grossen Rat fand das Anliegen der Interpellantin aber durchaus Sympathien. Sprecherinnen und Sprecher aus allen Fraktionen vermissten besonders auf der Sekundarstufe I die Vermittlung von Kenntnissen über Staatswesen und Politik.
Motivierte Lehrpersonen
Die Einführung eines eigenen Faches könnte dem dienen. Es brauche aber unbedingt motivierte Lehrpersonen, die diese Kenntnisse vermittelten. Gegner eines Faches «Staatsbürgerkunde» befanden, dieses Wissen könne auch anders vermittelt werden.
Erziehungsdirektorin Monika Knill betonte, es werde wohl auch im Rahmen eines gemeinsamen Lehrplans der deutschschweizer Kantone kein eigenes Fach «Staatskunde» geben. Die Inhalte sollten aber im Rahmen anderer Fächer von Geschichte bis Ethik unbedingt vermittelt werden.



























