Osterfeier auf dem Friedhof Herisau
Herisau. Am Sonntagmorgen trafen sich die Christen der verschiedenen Kirchen von Herisau um 6.30 Uhr zur gemeinsamen Osterfeier auf dem Friedhof.
Die von Trauer erfüllten Emmausjünger waren auch mit dabei und nahmen die Gäste mit auf den Weg. Weil Jesus gekreuzigt wurde und Frauen am Ostermorgen von einem leeren Grab sprachen, waren sie aufgewühlt. Sie hätten es sich so sehr gewünscht, dass dieser Jesus, auf den sie hofften und mit dem sie herrliche Erfahrungen machten, dass dieser Jesus leben würde. Doch sie konnten es einfach nicht glauben. Die Seelsorger und Pfarrer der Evangelisch-methodistischen, Reformierten und Römisch-katholischen Kirche nahmen auf den Weg des Zweifelns aber auch der Hilfe mit. Wie die Jünger von Jesus begleitet wurden, so begleitet auch Jesus uns in unserem Alltag der Freude und der Sorgen, meinte einer der Pfarrer. Eine Kerze wurde mitgeführt.
Doch man bemerkte sie erst bewusst, als den Jüngern die Augen aufgingen und diese merkten, dass der Auferstandene selber sie begleitete und sie zuhörend, erklärend und einfühlsam begleitete. Als die Emmausjünger von ihrer Freude über den Auferstandenen sprachen, dang am Himmel über dem eisigkalten Herisau eindrücklich die Sonne durch den Nebel hindurch! Beim Brotbrechen gingen den Jüngern die Augen auf. So teilten auch die Besucher auf dem Friedhof nach dem Gräberbesuch und gemeinsamem Singen miteinander das Brot, als Zeichen der Verbundenheit über die Gemeinde- und Kirchengrenzen hinaus. Nach einem Loblied begaben sich die Osterfeierbesucher in die Evangelisch-methodistische Kirche zum gemeinsamen Osterzmorgen an den festlich gedeckten Tischen.



























