«Öserigs rond oms Johr»
Am Freitag, 25. April 2008 um 20 Uhr, lädt der Verein 3Eidgenossen zur nächsten (schon ausverkauften) Veranstaltung ein.
Zu Gast im Kulturlokal am Landsgemeindeplatz in Appenzell ist Roland Inauen, Leiter Kulturamt AI und Konservator des Museums Appenzell. Diesen Menschen Kulturinteressierten vorzustellen, ist Wasser in den Rhein getragen.Sein vielfältiges Wirken zu Gunsten der Kultur in Appenzell Innerrhoden und der nahen und weiteren Ostschweiz zu beschreiben, übersteigt den Rahmen dieses Textes.
Roland Inauen liest vor
Eher unbekannt sind Roland Inauens Texte, die er in verschiedenen Büchern und Periodika veröffentlicht. Seine Kolumne, die seit einigen Jahren an prominenter Stelle im „Appenzeller Magazin“ erscheint, hat bereits so etwas wie Kultstatus. Unter dem Stichwort „notiert“ schreibt Roland Inauen von Alltäglichem im Jahreslauf aus Innerrhoden. Hier zeigt sich sein intensiver Bezug zu seinem Heimatkanton. Der Stil seiner Notizen weist etwas ausserordentlich Heimeliges auf: Eigentlich in der Standardsprache schreibend, verwendet der gebürtige Steinegger Dialektwörter, wenn diese treffender, eindeutiger, aussagekräftiger sind.
[t|Ein Beispiel gefällig?[/t] Er beschreibt eine sonntägliche Familienwanderung aus seiner Kindheit zum Seealpsee. Natürlich kommt auch das Gondele vor: «…Mit Vorliebe steuerten die Älteren (Kinder) in Ufernähe, wo das Boot immer wieder ruckartig und mit grossem Krachen zum Stehen kam und von de Mutigsten wieder frei geschoben werden musste. Schuhe mussten sie keine ausziehen, denn i Seealp ini ging man mit den baren Füssen. Die Frönte brachten uns eine Mischung aus Bewunderung und Mitleid entgegen. – Z Beg ging man bei Vechwetter. Der Senn bekam einen Biberfladen und wir ein Beckeli Mölch.»
Und genau aus diesen Notizen liest Roland Inauen am Landsgemeinde-Freitag vor. Eben: Öserigs rond oms Johr.



























