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Ökumenische Abschlussfeier für Oberstufenkatechetik

Kradolf. Zum ersten Mal in der Thurgauer Katechetik-Geschichte bildeten die Evangelische und die Katholische Landeskirche ihre Religionslehrerinnen und -lehrer für die Oberstufe gemeinsam aus. Die ökumenische Diplomierungsfeier für 12 Absolventinnen und einen Absolventen fand am 21. Juni statt.

Mit der ökumenischen Diplomierungsfeier für 12 Katechetinnen und einen Katecheten, welche erfolgreich die anspruchsvolle Zusatzausbildung für Oberstufenkatechetik absolvierten, fand im Kirchenzentrum Steinacker in Kradolf ein Thurgauer Novum seinen Abschluss. Kirchenrätin Heidi Baggenstoss und Cornel Stalder von der Katechetischen Arbeitsstelle überbrachten die Glückwünsche beider Landeskirchen und werteten die kleine Feier mit wertvollen Gedankenimpulsen auf.

Alfred Stumpf vom Amt für Katechetik der Evangelischen Landeskirche Thurgau und Stefan Fischer von der Katechetischen Arbeitsstelle der Katholischen Landeskirche Thurgau führten die eineinhalb-jährige Ergänzungsausbildung erstmals gemeinsam durch. Beide Landeskirchen hatten Bedarf an zusätzlichem Fachpersonal für die Sekundarstufe 1, keine der beiden Kirchen fand jedoch genügend Personen, die Interesse für die anspruchsvolle Zusatzausbildung für aufbrachten. „Religionsunterricht an der Oberstufe ist nichts für Einsteiger, es braucht gestandene Leute mit entsprechender Berufserfahrung, auf der aufgebaut werden kann, Oberstufenkatechetik ist nicht Nichts“, so Stumpf. Die gemachten Erfahrungen seien aus Sicht der Leiter und der Teilnehmenden sehr gut gewesen, so Fischer. Nach einer fundierten Auswertung ist es nun Aufgabe der landeskirchlichen Gremien, zu entscheiden ob und wie die ökumenische Ausbildung künftig weitergeführt wird.

Von Praxisnähe im Religionsunterricht zeugte Fischers Lesung über die vielen Gaben und den einen Geist, die immer wieder spontan durch kritisches Nachhaken von Stumpf gestört wurde. Auch bestens vorbereitete Lektionen könnten so aus dem Ruder laufen. Fischer und Stumpf ermunterten die frisch Diplomierten mit diesem Beispiel, Unterbrechen von Schülerseite nicht nur als Störung sondern auch als Chance zur Vertiefung anzunehmen. Dass im Religionsunterricht Lehre und Stoffvermittlung mit der Authentizität der Lehrperson einhergehen muss, zeigten die Kursabsolventen im Anspiel humorvoll auf.

ThurgauThurgau / 23.06.2008 - 09:02:00