• Aargau
  • Appenzell Ausserrhoden
  • Appenzell Innerrhoden
  • Basel-Landschaft
  • Basel-Stadt
  • Bern
  • Freiburg
  • Genf
  • Glarus
  • Graubünden
  • Jura
  • Luzern
  • Neuenburg
  • Nidwalden
  • Obwalden
  • Schaffhausen
  • Schwyz
  • Solothurn
  • St.Gallen
  • Stadt Winterthur
  • Stadt Zürich
  • Tessin
  • Thurgau
  • Uri
  • Waadt
  • Wallis
  • Zug
  • Zürich

Ohne «Rauch und Rausch cool» sein

AR. Ostschweizer Kantone kämpfen gemeinsam gegen den Alkohol und Drogenmissbrauch der Jungen. Sie lancieren ein Suchtpräventions-Projekt in den Oberstufenschulen.

Ostschweizer Kantone mit gemeinsamem Suchtpräventions-Projekt Unterrichtseinheiten für zwei Schuljahre Schülerinnen und Schüler in der Ostschweiz sollen während zwei Schuljahren «Mut zum Nein sagen» entwickeln. Mit dem Suchtpräventions-Programm «freelance» sollen sie lernen, dass man ohne «Rauch und Rausch cool» sein kann.

Erstmals sei es gelungen, ein Präventionsprogramm zu entwickeln, das von Ostschweizer Kantonen und dem Fürstentum Liechtenstein gemeinsam getragen und in den Schulen eingesetzt werde, erklärte am Freitag Bernhard Koch, Chef des Thurgauer Departementes für Finanzen und Soziales.

Es heisst «freelance» und wurde von der Vereinigung der kantonalen Beauftragten für Gesundheitsförderung in der Ostschweiz (VBGF-Ost) entwickelt. Mit dabei sind Appenzell-Ausserrhoden, Graubünden, St. Gallen, Schaffhausen und Thurgau sowie das Fürstentum Liechtenstein.

Unterrichtshilfen für Lehrkräfte
Das Projekt mit den Schwerpunktthemen Tabak, Alkohol und Cannabis wird zum Schuljahr 2008/2009 in den Oberstufenschulen lanciert. Es ist auf zwei Jahre ausgelegt und bietet vor allem den Lehrkräften Unterrichtseinheiten an, die ohne viel Vorbereitungsarbeit eingesetzt eingesetzt werden können.

Trotz positiver Entwicklung tränken, rauchten und kifften noch zuviele Jugendliche in der Schweiz, sagte Judith Hübscher Stettler, Thurgauer Beauftragte für Gesundheitsförderung, am Freitag bei der Präsentation des Präventionsprogramms. Deshalb brauche es präventive Anstregungen.

Es wird weniger geraucht, gekifft und getrunken
Rauchten 1986 noch 25,3 Prozent der 15-jährigen Mädchen, so waren es 2006 noch 14,6 Prozent. Bei den gleichaltrigen Knaben sank der Anteil der Raucher von 20,9 auf 15,2 Prozent. Der Alkoholkonsum stagniert bei den Mädchen seit 2002 bei 25,8 Prozent, bei den Knaben ging er von 32,7 auf 25,4 Prozent zurück.

Gekifft haben 2006 noch 26,8 Prozent der 15-jährigen Mädchen – 10 Prozent weniger als noch 2002. Bei den Kabnen waren es 34,2 Prozent, 11,7 Prozent weniger als 2002.

Die neuen Präventions-Unterrichtshilfen kosteten insgesamt 265 000 Franken. 157 500 davon berappen die Kantone; der Rest geht zu Lasten des Tabakpräventionsfonds.

Appenzell AusserrhodenAppenzell Ausserrhoden / 15.02.2008 - 11:23:00