Nutzung von Erdwärme
Arbon. Die Schweizerische Vereinigung für Geothermie lädt zu einem Vortrag über eine alternative und unabhängige Energiequelle ein: die Erdwärme.
Die erste Veranstaltung im Jahre 2008 knüpft thematisch an die Jahresexkursion 2007 an. Nach der Kernenergie steht diesmal ein Vortrag über eine alternative und unabhängige Energiequelle, die Erdwärme, auf dem Programm. Der Vortrag wird am Dienstag, 12. Februar, um 19.30 Uhr in der Berufsschule Arbon von Dr. Roland Wyss gehalten.
Erdwärme bietet eine nachhaltige, von Klima, Tages- und Jahreszeit unabhängige Energiequelle zur Wärme- und Stromerzeugung. Unterschiedliche Temperaturen und Tiefenbereiche ermöglichen eine Vielzahl an Nutzungsvarianten. Die Erdwärme stammt hauptsächlich aus dem natürlichen radioaktiven Zerfall im Gestein der Erdkruste und zu einem kleineren Teil aus dem Wärmeaustausch mit dem tieferen Erdinnern.
In den meisten Regionen der Erde beträgt die Temperatur in einer Tiefe von 500 Meter etwa 25-30 Grad, in 1000 Meter Tiefe etwa 35-45 Grad. Es gibt auch Regionen, in denen bei entsprechenden geologischen Bedingungen (ausgedünnte Erdkruste, Vulkanismus) in dieser Tiefe Temperaturen von 100 Grad , 200 Grad oder sogar mehr erreicht werden können.
Erdwärme ist eine nahezu unerschöpfliche Energiequelle. Aufgrund dieser Tatsache hat die Geothermie in den vergangenen Jahren stark an Bedeutung gewonnen und ist zu einem Hoffnungsträger für die Energieversorgung avanciert. Der Stellenwert der Geothermie in energiepolitischen Zukunftsszenarien nimmt deutlich zu.
Geothermie ist eine emissionsfreie und vor Ort nutzbare Energiequelle. Durch ihre Doppelfunktion als Speicher für Niedertemperatur- Heiz- und Kühlsysteme, zeichnet sie sich besonders aus.
Die Erdwärme vermindert die Abhängigkeit von Fremdenergie und bietet den Vorteil unterschiedlichster Anwendungsformen. In der internationalen Rangliste nimmt die Schweiz bei der Nutzung der Geothermie in Form von Niedertemperaturwärme einen Spitzenplatz ein. Im Jahr 2005 wurden über 1’100 GWh geothermische Energie produzier-Tendenz steigend. Inzwischen hat man aber auch Schritte eingeleitet, die zur Stromerzeugung mit tiefer liegender geothermischer Energie führen sollen.
Über dies und vieles mehr und besonders über den Stand in der Schweiz wird Dr. Roland Wyss von der Schweizerischen Vereinigung für Geothermie aus erster Hand berichten.



























