Nur noch ein Zivilstandsamt für den ganzen Thurgau
Frauenfeld/TG. Geburten, Todesfälle, Hochzeiten und Scheidungen sollen künftig im Thurgau nur noch in einem einzigen Zivilstandsamt verzeichnet werden.
Noch vor fünf Jahren war im Thurgau die Reduktion der Zivilstandsämter von einem pro Gemeinde auf noch eines pro Bezirk ein grosses Streitthema. Inzwischen hat sich gezeigt, dass die Umstellung auf die elektronische geführten Zivilstandsregister eine deutliche Arbeitsentlastung bringen.
Weniger Arbeit
Statt der 20 Stellen, die 2005 noch dafür benötigt wurden, waren es Anfang 2008 noch 18,3 Stellen. Die Stellenzahl soll bis auf 14 sinken. Damit sind aber die Ämter kleiner Bezirke zu wenig ausgelastet, um ausgedehnte Öffnungszeiten und Stellvertretungen sicherstellen zu können.
Die Kantonsregierung hatte deshalb – nach einer Vernehmlassung
– die Reduktion auf noch ein einziges Zivilstandsamt vorgeschlagen.
Die vorberatende Kommission des Grossen Rates schliesst sich in ihrem Schlussbericht zuhanden des Parlamentes dieser Meinung an.
Keine Einigkeit
Allerdings nur mit 6 zu 5 Stimmen. Die Erhaltung je eines Zivilstandsamts pro Bezirk wurde aber mit sechs zu vier Stimmen abgelehnt. Auch der Standort des einzigen Thurgauer Zivilstandsamts stiess in der Kommission nicht auf ungeteilte Zustimmung.
Zwar stimmten fünf Kommissionsmitglieder für den von der Regierung vorgeschlagenen Standort Weinfelden. Gleich viele Mitglieder enthielten sich aber der Stimme. Die Abstimmungsergebnisse lassen eine ausgiebige Grossratsdebatte erwarten.



























