• Aargau
  • Appenzell Ausserrhoden
  • Appenzell Innerrhoden
  • Basel-Landschaft
  • Basel-Stadt
  • Bern
  • Freiburg
  • Genf
  • Glarus
  • Graubünden
  • Jura
  • Luzern
  • Neuenburg
  • Nidwalden
  • Obwalden
  • Schaffhausen
  • Schwyz
  • Solothurn
  • St.Gallen
  • Stadt Winterthur
  • Stadt Zürich
  • Tessin
  • Thurgau
  • Uri
  • Waadt
  • Wallis
  • Zug
  • Zürich

Nicht jeder hört den Alarm der Fix-Sirenen

Herisau/Appenzell. Wenn jeweils die Sirenen zu Prüfzwecken aufheulen, hört nicht jeder den Alarm der fest installierten Sirenen...

Zwischen 13.30 Uhr und spätestens 14 Uhr werden die Sirenen am Mittwoch wie jedes Jahr auf ihre Funktionstüchtigkeit überprüft. Nur: Im hügeligen Appenzellerland, aber auch im Kanton St. Gallen, gibt es nicht nur Radio- und Handy-«Funklöcher», sondern auch Orte, die vom Heulkonzert der stationären Sirenen nicht erreicht werden. [space] Damit der alljährliche Sirenenalarm auch nahezu überall hin gelangt, setzen die Bevölkerungsschützer zusätzlich zu den fix installierten Sirenen auf mobile Heuler. Die mobilen Sirenen werden mit Magneten auf dem Autodach befestigt. In Ausserrhoden fährt die Feuerwehr mit den mobilen Sirenen die vorgeschriebenen Routen ab.

Gute Abdeckung
«So erzielen wir eine gute Abdeckung», sagt der Leiter der Koordinationsstelle des Ausserrhoder Amts für Militär und Bevölkerungsschutz, Detlev Eberhard. «Eine hundertprozentige Abdeckung gibt es allerdings nie.» Wegen der schwierigen Topografie und den Streusiedlungen müssen einzelne Personen in abgelegenen Weilern im Ernstfall telefonisch gewarnt werden, sagt Eberhard.

Auch in Innerrhoden werden Gebiete, wie Eggerstanden, Gonten, Haslen und Oberegg mit mobilen Sirenen beschallt. In den Kantonen St. Gallen und Innerrhoden übernimmt der Zivilschutz diese Aufgabe.

Auch im Kanton St. Gallen werden dieses Jahr die mobilen Sirenen gestestet und die Routen abgefahren, wie Peter Müller, Abteilungsleiter Infrastruktur Zivilschutz im Sicherheits- und Justiz-Departement sagt.

Diese Tests seien in den vergangenen Jahren etwas vernachlässigt worden. Es seien lediglich die Sirenen getestet, aber nicht die Routen abgefahren worden. Jeweils rund ein Prozent der Sirenen habe die Tests der vergangenen Jahre nicht bestanden.

Sicheres Radio
Im Ernstfall warnen die Sirenen die Bevölkerung vor einer möglichen Gefahr, beispielsweise vor Hochwasser. In diesem Fall sollen die Menschen sofort ihr Radio einstellen. Da auch bei Radio DRS manchmal technische Pannen vorkommen, stellt sich die Frage, ob dieses System «wasserdicht» sei.

«Ja», sagt Detlev Eberhard: «Schweizer Radio DRS ist eines der sichersten Radios.» Im Ernstfall werde der Alarm durch die Kantonspolizei ausgelöst, das System «Icaro» trete in Aktion. Anhand von Formularen, kann die Polizei in ultrakurzer Zeit die Bevölkerung alarmieren.

Darauf, dass im Ernstfall sofort alle Sendungen von Radio DRS unterbrochen und der entsprechende Alarmtext gesendet werde, könne man sich verlassen, sagt Andreas Notter, Leiter Kommunikation von Schweizer Radio DRS. Die Kantonspolizeien hätten einen direkten Draht zum Radio-Studio in Bern.

Bei Fehlalarmen habe er festgestellt: «Die Meldung ging manchmal sogar unter einer Minute über die Sender.» Allerdings: In einigen Tunnels herrscht immer noch Funkstille und es gibt Gegenden in der Schweiz mit sehr schlechtem Radioempfang.

Appenzell InnerrhodenAppenzell Innerrhoden / 05.02.2008 - 10:10:00