Nicht abheben, sondern gegen Seen Tigers nachlegen
Handball. Das war echter Karneval, was die 1.-Liga-Truppe vom HSC Kreuzlingen am vergangenen Fastnachts-Samstag gegen die SG Albis Foxes bot.
Gegen die favorisierten Zürcher warteten die Spieler um Trainer Roger Bertschinger erneut mit einer begeisternden Vorstellung vor dem Kreuzlinger Publikum auf.
An Dramatik und Hektik kaum mehr zu überbieten, erzielte der neueste Neuzugang in den HSCK-Reihen, der Ungare Gabor Fülöp als Krönung einer wirklich starken Leistung vier Sekunden vor dem Abpfiff den siegbringenden Treffer zum 24:23.
Der hart erkämpfte Erfolg löste viele positive Emotionen aus und lässt die Hoffnungen auf den Klassenverbleib bei noch sechs zu bestreitenden Papieren gleich markant ansteigen.
Grund abzuheben, dazu besteht für die Mannschaft aber auch nach diesem zweifelsohne wunderschönen doppelten Punktegewinn absolut kein Anlass. Man hat zwar den Sprung über den ominösen Strich seit langem wieder einmal geschafft, doch auch als Tabellenneunter ist man vor der Gefahr des Rückfalls nicht gefeit.
Mit Seen Tigers bekommt man im nächsten Heimspiel Besuch eines nicht zu unterschätzenden Widersachers. Das Team aus Winterthur, aktuell auf einem Relegationsplatz befindlich, verpasste es am letzten Sonntag beim 24:27 in Dietikon trotz einer überaus engagierten Spielweise weitere Zähler zu holen. Die Formkurve zeigt aber nach einem extrem schwachen Saisonstart unverkennbar nach oben.
In der Vorrunde durfte Seen Tigers einen nicht unverdienten 38:34-Sieg feiern. Zur Pause hatten die Grenzstädter noch 17:15 geführt, waren nach dem Seitenwechsel aber völlig von der Rolle und kassierten damals die fünfte Auswärtspleite in Folge.
Einen solch bedenklichen Auftritt soll es nun nicht noch einmal geben, das haben sich die HSCK-Akteure geschworen. Die Marschrichtung ist klar: Mit einem weiteren Erfolg zuhause will man sich punktemässig noch weiter von der heissen Abstiegszone entfernen.
Spiele alleine gewinnen, das können unsere Anhänger natürlich nicht. Wesentlich dazu beitragen aber auf jeden Fall. Darum darf es auch in diesem Match vom Anfang bis zum Schluss nur lautstark von der Tribüne tönen: Hopp Chrüzlinge!



























