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Neuorganisation bei Urnäsch Tourismus

Urnäsch/AR. Die Gemeinde orientiert über die Neuorganisation bei Urnäsch Tourismus. Appenzellerland Tourismus AR übernimmt ab dem neuen Jahr die Betreuung der Gäste.

Die breite Aufgabenpalette von Urnäsch Tourismus (UT) erfährt Veränderungen: Einzelne Aufgaben werden umverteilt, neue kommen hinzu. Appenzellerland Tourismus AR (VAT AR) wird ab dem 1. Januar 2010 im Auftrag der Gemeinde Urnäsch – zusätzlich zum Hauptstandort in Heiden – in der Gemeinde Urnäsch eine Tourist Information führen und somit die Beratung und Betreuung der Gäste vor Ort übernehmen. In einer Übergangs-Leistungsvereinbarung werden die Zuständigkeiten sowie die Finanzierung für das Jahr 2010 geregelt.
Die dynamische Entwicklung im Tourismusbereich bringt den Verein UT organisatorisch, strukturell und finanziell an seine Kapazitätsgrenzen. Die vorhandenen Ressourcen müssen effizienter genutzt und professioneller eingesetzt werden. Nachdem auf die Kurtaxenerhöhung verzichtet worden ist, hat der Gemeinderat die unsichere finanzielle Situation von Urnäsch Tourismus mit einer Defizitgarantie für das Jahr 2009 stabilisiert. Die Bereinigung der Tourismusstrukturen auf kantonaler Ebene lösen zudem tiefgreifende Anpassungen bei den lokalen Tourismusbüros aus. Der VAT AR ist auf Anfang 2010 im Kanton flächendeckend für das regionale, überregionale und internationale Tourismusmarketing sowie für die Hotelförderung zuständig.

Provisorische Leistungsvereinbarung für das Jahr 2010
Dies gab im Gemeinderat den Anstoss, eine breit abgestützte Arbeitsgruppe unter der Leitung von Sandro Agosti, Geschäftsführer VAT AR, mit Vertretungen aus verschiedenen Interessensgruppierungen (UT, Gemeinderat, Reka Feriendorf, Brauchtumsmuseum, Wirten und Detaillisten) zu beauftragen, die Tourismusaufgaben und Zuständigkeiten zu analysieren und dem Gemeinderat Vorschläge – als Entscheidungsgrundlage zur zukünftigen Ausrichtung von Urnäsch Tourismus – zu erarbeiten.  Die von der Arbeitsgruppe favorisierte Strategie einer starken, professionellen Tourist Information VAT AR in Urnäsch wurde sowohl durch die Leitungen des VAT AR sowie des Brauchtumsmuseums als auch durch den Gemeinderat unterstützt. Der Gemeinderat sagt Ja zum Tourismus und zur Weiterführung der Tourist Information in Urnäsch durch den VAT AR. Für 2010 werden in einer Übergangs-Leistungsvereinbarung die anfallenden touristischen Aufgaben der Gemeinde Urnäsch nun neu gebündelt und verteilt und die Finanzierung der Leistungen festgelegt. Auf 2011 wird unter Berücksichtigung der Erfahrungen im 2010 die definitive Leistungsvereinbarung erstellt.

Zuständigkeiten ab 1. Januar 2010
In enger Zusammenarbeit mit dem Brauchtumsmuseum wird ab 1. Januar 2010 die Tourist Information Urnäsch professionell durch die VAT AR geführt. Damit ein nahtloser Übergang gewährleistet ist, ist es den Verantwortlichen ein grosses Anliegen, mit dem bestehenden Personal von UT weiter zusammenarbeiten zu können. Die Tourist Information des VAT AR holt die Gäste vor Ort, ist für die Tourismusauskünfte, Prospekte sowie die Ausbildung des Personals zuständig. Das Brauchtumsmuseum stellt sich als starker Partner in Sachen Büroräumlichkeiten und Büroinfrastruktur zur Verfügung. Dadurch können Synergien genutzt und die Öffnungszeiten optimiert werden. Diese richten sich schlussendlich nach den Bedürfnissen der Gäste, dies jedoch unter Berücksichtigung der zur Verfügung stehenden Finanzen.
Die Gemeinde nimmt wie bisher ihre Aufgaben des lokalen Standortmarketings wahr. Dies beinhaltet alle jene Aufgaben, die zur Lebensqualität der Einwohnerinnen und Einwohner beitragen und für das Wohlbefinden des Gastes vor Ort wichtig sind. Dies sind der Unterhalt der Infrastruktur und der Ortsgestaltung (z. B. Pflege von Plätzen, Gärten, Rabatten, Signalethik, Spielplätze, WC Anlagen, etc.). Die Wanderwegbeauftragten Werner Knöpfel und Res Isenschmid bleiben im bisherigen Rahmen für die Wanderwege, Feuerstellen und Ruhebänkli in der Gemeinde zuständig.

Zukunft von Urnäsch Tourismus
Durch die Aufgabenentflechtung kann sich UT wieder auf seine ursprünglichen Aufgaben konzentrieren. Der Verein UT wird zusammen mit anderen Leistungserbringern (Wirten, Vereinen, etc.) – im Sinne des ursprünglichen Verkehrsvereins – weiterhin für die Organisation von lokalen Anlässen zuständig bleiben. Für die Gemeinde Urnäsch – mit seinen zahlreichen traditionellen und touristischen Veranstaltungen – ist es von grosser Bedeutung, dass die Organisation und Koordination dieser Anlässe in sicheren Händen ist. Die Bevölkerung ist durch die Mitgliedschaft im Verein eingebunden und garantiert so eine unverfälschte Fortführung der lokalen traditionellen Anlässe. Neue motivierte Mitglieder sind im Verein Urnäsch Tourismus sowie auch im Vorstand willkommen.

Finanzierung
Gemäss Übergangs-Leistungsvereinbarung und Budget 2010 sind vorläufig keine zusätzlichen finanziellen Leistungen durch die Gemeinde Urnäsch vorgesehen. Mit den Kurtaxeneinahmen sowie einem Gemeindekostenanteil im bisherigen Rahmen werden die anfallenden Ausgaben gedeckt sein. Dies sind Anteil Miete an der Tourist Information, Personalkosten, Büroinfrastruktur- und Büromaterialkosten sowie Ausgaben für das lokale Standortmarketing.

Anwendungsprojekte HSG
Eine Arbeitsgruppe von Studierenden der Universität St. Gallen (HSG) wird während drei Semestern die touristischen und wirtschaftlichen Potenziale der Gemeinde Urnäsch analysieren, Strategieoptionen erarbeiten und Umsetzungsvorschläge machen. Das Ergebnis wird im Jahr 2011 vorliegen und Urnäsch aufzeigen, in welche Richtung es sich aufgrund seiner Ressourcen weiterentwickeln soll und wo es die Hebel ansetzen müsste. In einer ersten Phase analysieren die Studierenden die heutige Situation. Die Stärken von Urnäsch werden identifiziert. Diese werden später unter Berücksichtigung der lokalen Situation für den Ausbau des Tourismus genutzt werden können.  Mit sämtlichen im Tourismusbereich in Urnäsch tätigen relevanten Personen werden zurzeit Gespräche geführt. Anschliessend werden aufgrund dieser ermittelten Resultate Verbesserungsvorschläge resp. Ideen zusammengestellt. In der dritten Phase, im Jahr 2011, werden durch die Studierenden dann konkrete Vorschläge zur Umsetzung dieser Ideen aufgezeigt.

Appenzell AusserrhodenAppenzell Ausserrhoden / 30.11.2009 - 09:44:47