Neujahrsapéro und kein bisschen Krise
Tobel-Tägerschen. Gestern Abend fand der zehnte Neujahrsapéro statt. Er stiess auf grosses Interesse: Rund 120 Einwohner erschienen.
Zu Beginn stimmte die Musikgesellschaft Tägerschen-Tobel die festliche Gesellschaft mit rassigen Musikstücken auf den Abend und auf das Neue Jahr ein. Der Chor Singing People rundete mit gekonnt vorgetragenen und anforderungsreichen Liedern den kulturellen Teil des Abends nach der Neujahrsansprache ab.
In seiner Neujahrsansprache nahm Gemeindeammann Roland Kuttruff vor allem auch Bezug auf die überall angekündigte Krise, die da folgen soll. Er legte Wert auf die Feststellung, dass die Krise vor allem im Kopf stattfindet und damit auch gemeistert werden kann, wenn wir im Kopf überzeugt sind, dass uns die Krise wieder einmal auf den Boden der Realität zurück kommen lässt. Es sei endlich Zeit geworden, zu erkennen: dass nur das einen tatsächlichen und dauerhaften Wert habe, was aufgrund von Wertschöpfung geschaffen werde. Echte Wertschöpfung, kann und wird niemals auf finanzieller Spekulation basieren. Trotz aller negativen Begleiterscheinungen zeigt Kuttruff sich auch ein wenig erfreut über die Krise, weil er überzeugt ist, dass eine solche Chance für einen Neuanfang wie sie die aktuelle Krise bietet nicht so schnell wieder kommen wird. Die negativen Begleiterscheinungen der Finanz- und Wirtschaftskrise schiebt Kuttruff vor allem den Finanzjongleuren und Managern zu, die alles gemacht haben was irgendwie, wenn auch nur virtuell, zu Geld und Vermögen führen sollte. Er stellte unmissverständlich fest, dass diese Leute Monopoly gespielt haben, dies aber in der realen Welt und mit dem Einsatz von uns allen! Verlierer dabei sind aber vor allem die gesamte Bevölkerung und nicht die Spielenden.
Fürs Neue Jahr habe er keine Vorsätze gefasst, er werde so weiter leben und so weiter agieren, die Gemeinde so weiter leiten wie er es bisher gemacht habe… das heisst, er habe sich also doch Vorsätze gefasst, wenn dies auch wieder die Gleichen sind wie bisher. Sein Ziel sei es, die Eigenschaft der Gemeinde Tobel-Tägerschen «jung, innovativ, mit Zukunftsperspektiven» zu 100 Prozent umzusetzen. Dabei betonte er das Wort «umsetzen», nicht wie andere, nur davon zu reden.
Roland Kuttruff ist überzeugt, dass dies in Tobel-Tägerschen allen gemeinsam die letzten 10 Jahre gelungen sei. Er zeigte sich überzeugt, und die anschliessenden Tischgespräche bestätigten diese Aussichten, dass Behörden und Einwohner gemeinsam dies auch in den nächsten Jahren schaffen werden, unabhängig von einer Krise. Diese werde wie festgestellt, durch die positive Einstellung im Kopf bewältigt.
Im Anschluss an die kulturellen Darbietungen und die Neujahrsansprache nutzten die Tobel-Tägerscher bei Apéro und Häppchen, die Stunden bis in den frühen Morgen zu angeregtem Meinungsaustausch und zum einander kennenzulernen. Bereits jetzt steht fest, Tobel-Tägerschen trifft sich wieder zum Neujahrsapéro am Samstag, 9. Januar 2010. Dann, ein Jahr nach der grossen Krise, wird Bilanz gezogen und alle sind überzeugt, diese Bilanz wird positiv sein, weil in Tobel-Tägerschen die Einstellung im Kopf stimmt.



























