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Neues Kulturkonzept

AR. Nach einem Kulturförderungsgesetz und einer Kulturförderungsverordnung folgt ein neues Kulturkonzept.

Vielfältig wie seine Landschaft ist auch das kulturelle Leben in Appenzell Ausserrhoden. Mit dem Kulturförderungsgesetz und der Schaffung eines Amtes für Kultur hat der Kanton zum Ausdruck gebracht, dass er die Notwendigkeit und den Gemeinnutzen von Kultur anerkennt und sie in ihrer Vielfalt würdigt.

Gleichzeitig bekennt sich der Regierungsrat dazu, dass er sich stärker für die Kultur engagieren will. Das Kulturkonzept ist die konkrete Umsetzung des Gesetzes und gibt der künftigen Kulturförderungspolitik einen verbindlichen Rahmen. Erarbeitet wurde das Kulturkonzept in einem intensiven fünfmonatigen Prozess von einer breit abgestützten 29-köpfigen Kommission.

Darin waren die verschiedenen Kulturbereiche, Kultursparten, Institutionen, Regionen, die Volkskultur und die Gegenwartskunst ausgewogen vertreten. Während der Erarbeitung haben öffentliche Hearings stattgefunden, um die Wünsche und Bedürfnisse aus den Kulturszenen einfliessen zu lassen.

Der Regierungsrat hat dem von der Kommission vorgeschlagenen Entwurf zugestimmt; das Kulturkonzept tritt am 1. Januar 2008 in Kraft.

Rolle und Ziele des Kantons
Das umfangreiche Kulturkonzept richtet sich an eine breite Öffentlichkeit. Die Betrachtung der Kulturförderung der letzten Jahre zeigt unter anderem, welche grosse Bedeutung den privaten Stiftungen in Appenzell Ausserrhoden zukommt.

Neben einer Beschreibung der aktuellen Kulturlandschaft ist der Blick in die Zukunft zentral. Dabei geht das Kulturkonzept der Bedeutung der Kultur für die Gesellschaft nach, definiert die Rolle des Kantons in der Kulturförderung, entwickelt daraus Leitsätze und formuliert seine Ziele für die nächsten sieben Jahre.

Mit diesen Zielen verpflichtet sich der Kanton zu fördern, anzuregen, Anerkennung zu zeigen, zu vermitteln und zu vernetzen. Er will Bedingungen, wo immer nötig und möglich, verbessern. Grosses Gewicht legt der Kanton auf die kulturelle Bildung für alle von früher Jugend an.

Er würdigt auch den enormen Einsatz, der überall im kulturellen Bereich ehrenamtlich von Einzelnen und von Vereinen geleistet wird. Charakteristisch für Appenzell Ausserrhoden ist das Nebeneinander von sehr eigenständigen traditionellen und von progressiven Kulturformen, von Kunst und „Volkskultur“ verschiedener Sparten. Hier ein Gleichgewicht zu bewahren, ist vorrangige Aufgabe.

Freie Projekte und Institutionen
Der Kanton misst mit dem Kulturkonzept der Förderung von freien Projekten eine besondere Bedeutung zu. 30 Prozent bis 40 Prozent der zur Verfügung stehenden Mittel stehen freien Projekten zur Verfügung. Grössere, regelmässig wiederkehrende Beiträge an Institutionen werden an Leistungsvereinbarungen gebunden und periodisch überprüft. Die Leistungsvereinbarungen für die nächsten zwei Jahre hat der Regierungsrat gemeinsam mit dem Kulturkonzept beschlossen.

Kulturrat Appenzell Ausserrhoden
Neu wird dem Regierungsrat für die Erarbeitung der Kriterien und Strategien und zur Vorbereitung der Förderungsentscheide ein kleiner Kulturrat beratend zur Seite stehen. Der Kulturrat wird auch die Umsetzung des Kulturkonzeptes begleiten. Er setzt sich aus Personen des kulturellen Lebens zusammen und wird vom Regierungsrat Ende Dezember für vier Jahre gewählt.

Das Kulturkonzept kann beim Amt für Kultur bezogen oder über www.ar.ch abgerufen werden.


Ältere Artikel zu diesem Thema
«Ausserrhoden ist Kultur wichtig» vom 15. Februar 2007
«Gesetz zur Kulturförderung ein Erfolg» vom 6. Oktober 2006

Appenzell AusserrhodenAppenzell Ausserrhoden / 28.11.2007 - 12:19:00