Neues Konzept für die Jugendarbeit
Frauenfeld. Die Stadt will ein neues Konzept für ihre Jugendarbeit umsetzen. Deshalb hat sie den Leistungsvertrag mit dem Trägerverein des Jugendtreffs "Molki" zum 30. Juni 2009 gekündigt.
Wie das städtische Amt für Jugend, Sport und Freizeit am Mittwoch mitteilte, läuft der Zehnjahresvertrag mit dem Verein Verein Jugend und Freizeit auf diesen Termin hin aus. Die Kündigung sei «im gegenseitigen Einvernehmen» erfolgt.
Man wolle keineswegs die Jugendarbeit einstellen oder in diesem Bereich Geld sparen, erklärt dazu Amtschef Fabrizio Hugentobler. Aber ein städtischer Ausschuss sei in den letzten Monaten zum Schluss gekommen, dass in der bisherigen Jugendarbeit wichtige Elemente fehlten.
Aufsuchende Jugendarbeit gewünscht
So gebe es beispielsweise keine aufsuchende Jugendarbeit. Nun solle bis Ende dieses Jahres ein neues Jugendarbeits-Konzept erarbeitet werden, dass dann ab Juli 2009 umgesetzt werden solle.
Dabei würden mehrere Möglichkeiten geprüft: Offen sei, ob die Jugendarbeit weiterhin von einem Verein oder neu von der Stadt betrieben werden solle. Noch nicht entschieden sei auch, ob der Jugendtreff «Molki» in der gleichen Art weiterbestehen werde.
Vermutlich, so Hugentobler, werde man in der Liegenschaft eine «Mischform» zwischen offener und aufsuchender Jugendarbeit unterbringen.
Mehr Geld, mehr Stellen
Das würde bedeuten, dass neben dem Jugendtreff dort eventuell auch Büros für Sozialarbeiter eingerichtet würden, die ausserhalb der «Molki» arbeiteten. Angestrebt sei aber eine Aufstockung des Budgetbetrags von heute 180 000 Franken.
Wie hoch der Betrag letztlich sein wird, ist aber noch offen. Damit verbunden sei auch eine Ausweitung der Stellenprozente. Derzeit ist die «Molki» mit 150 Stellenprozent im städtischen Haushalt vertreten.
25 Jahre «Molki»
Noch offen sei auch, welche Rolle künftig die Kirchen im Jugendarbeits-Angebot der Stadt spielen sollen. Sie hätten ursprünglich den Leistungsvertrag mit unterschrieben, aber mit der Jugendarbeit in der «Molki» nichts zu tun. Es sei in Zukunft wohl sinnvoll, wenn die Kirchen ergänzende Angebote machen würden.
Der Jugendtreff Molki wird seit 25 Jahren durch den Trägerverein Jugend- und Freizeit getragen. Vor zehn Jahren wurde die heute gültige Leistungsvereinbarung zwischen der Stadt und dem Trägerverein unterzeichnet.



























