Neues Kongresszentrum und Hotel für Olma Messen
Im zweiten Anlauf sollen die Olma Messen in St. Gallen bis 2013 auf dem Areal der abgebrannten legendären Halle 7 ein neues Kongress- und Konferenzzentrum mit einem Hotel erhalten. Vier Wettbewerbsprojekte werden jetzt weiter bearbeitet.
Die Ergebnisse eines offenen und anonym durchgeführten Studienwettbewerbs wurden am Mittwoch von der Spitze der Olma Messen den Medien vorgestellt. Von 36 eingereichten Projekten werden nun bis September des laufenden Jahrs vier konkretisiert; dann wird eines von ihnen als Siegerprojekt bestimmt und umgesetzt.
Verlaufen die öffentlichen Auflagen des Gestaltungsplans und des Baugesuchs ohne Einsprachen, könnten die Gebäude ab 2011 bis 2013 gebaut werden, wie Hanspeter Egli, Direktor Olma Messen, sagte.
Unterschiedliche Ansätze
Die vier nun auserkorenen Projekte haben unterschiedliche Lösungsansätze für das vorgegebene Raum- und Betriebsprogramm. Vorgesehen ist ein städtebaulich ins Quartier integrierter Bau für Kongresse für gegen 1000 Personen, ein Hotel mittleren Standards mit ungefähr 170 Zimmern und eine Tiefgarage mit rund 140 Plätzen.
Wie teuer der gesamte Neubau wird, ist noch unklar. Die Olma Messen wollen laut Egli rund 35 Millionen Franken investieren. Wer das Hotel betreiben wird, steht gegenwärtig noch nicht fest; das soll demnächst bestimmt werden. Die Olma Messen wollen das Hotel selber finanzieren und bauen, dann aber langfristig verpachten.
Weiter bearbeitet werden nun folgende vier Projekte: «Taurus» der Itten + Brechbühl AG, Zürich; «Corner Field», Hutter Nüesch Architekten, Berneck SG; «schützengarten», Integrale Partner AG, Schaffhausen; «Max», Voelki Partner AG, Zürich. Laut Thomas Scheitlin, Stadt- und Olma-Präsident, gibt es noch keine Wertung.
73 Meter hoher Hotelturm
«Taurus» gleicht dem Projekt des Fachhochschulzentrums; es sieht ein Sockelgebäude und einen 73 Meter hohen Hotelturm vor. Nicht ganz so hoch hinaus will «Corner Field»: Es fährt weitgehend mit einer Höhe von 25 Metern, hat aber in einer Ecke auch einen Turm.
Die Projekte «schützengarten» und «Max» kommen ohne augenfälligen Turm aus. Sie sehen eine Fortführung der Blockrandbebauung an der Jägerstrasse vor. Laut den Olma Messen zeichnen sich alle vier Projekte durch eine hohe städtebauliche und architektonische Qualität aus – eine der Vorgaben der Bauherrin.
Im zweiten Anlauf
Denn genau an diesem Kriterium war ein erstes Projekt der Olma Messen für ein Kongresszentrum samt Hotel gescheitert. Der Stadtrat hatte im Herbst 2007 entschieden, einen ersten Gestaltungsplan nicht dem Parlament vorzulegen. Er hatte befürchtet, das Projekt erleide an der Urne Schiffbruch, und zog deshalb die Notbremse.



























