Neuer Vorschlag für Schnellstrasse
Weinfelden. Der "Think Tank Thurgau (TTT)" denkt über einen "Kulturlandschaftspark" auf dem Seerücken und über eine neue Linienführung für die Schnellstrasse T14 durchs Thurtal nach.
Weiter verfolgt wird das Projekt einer Kunsthalle in Kreuzlingen.
Aus der Taufe gehoben wurde der TTT 2003 zum 200-Jahr-Jubiläum der Gründung des Kantons Thurgau. Der Kanton schoss dabei einen Grossteil des Stiftungskapitals ein.
Stiftungsratspräsident Toni Schönenberger erklärte am Mittwoch vor den Medien, inzwischen finanziere sich der TTT zum grössten Teil über Gelder privater Sponsoren. Diese beteiligten sich jeweils an einem bestimmten zukunftsgerichteten Projekt, das die Bodensee-Region betreffe.
Symposien in Stein am Rhein
Das neueste, bereits umgesetzte TTT-Projekt sind zweimal im Jahr in Stein am Rhein stattfindende Symposien. Diese werden hauptsächlich von der Steiner Windler-Stiftung und über Teilnehmerbeiträge finanziert.
Für das neue Projekt «Thurgau – Stille Zonen» haben sich Forscher des ETH Studios Basel «Institut Stadt der Gegenwart» mit zwei regionalen Vorhaben im Thurgau beschäftigt: mit einem «Kulturlandschaftspark» auf dem Seerücken und einem «Parkway» durch das Thurtal.
Absprache zwischen Gemeinden
Beim «Kulturlandschaftspark» geht es darum, Landwirtschaft, Wohngebiete, ökologische Flächen und Erholungseinrichtungen auf dem Seerücken möglichst optimal zu vernetzen. Dazu – so die Forscher – müssten vor allem die Gemeinden gut zusammenarbeiten.
Sie müssten klären, welchen Schwerpunkt sie in ihrer jeweiligen zukünftigen Entwicklung setzen wollen. Es sollten nicht alle versuchen, alles zu machen, so Schönenberger.
Engere Kurven auf der T14
In eine heftig geführte politische Debatte stösst der TTT mit dem «Parkway» vor. Dieser ist ein neuer Vorschlag für die Linienführung der Schnellstrasse T14 durch das Thurtal. Ein erster Vorschlag ist bereits in einer Volksabstimmung gescheitert.
Ein zweiter Vorschlag wurde vor einigen Monaten vorgelegt. Der «Parkway» des TTT schlägt vor allem eine bessere Einbettung in die Landschaft mit engeren Kurvenradien vor. Damit würde die T14 nur noch mit maximal 80 statt der bisher anvisierten 100 km/h befahrbar.
Drei Standorte in der Auswahl
Weiter fortgeschritten ist die Planung für eine vom TTT gewünschte «Kunsthalle» in Kreuzlingen. Derzeit prüfe man drei mögliche Standorte, so Schönenberger. Besonders attraktiv wäre dabei die Gegend direkt an der Grenze zu Konstanz (D) meinte er.
Gegenüber anderen Museen oder Kunsthallen sei bei diesem Projekt die enge Vernetzung mit Fachhochschulen und Universitäten neu. Schönenberger wies daruf hin, dass diverse gemeinsame Projekte auch zusammen mit Unternehmen, Medien und Wissenschaft möglich wären.



























