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Neuer Kassier des Rettungskorps Appenzell

Appenzell/AI. An der 144. Hauptversammlung des Rettungskorps Appenzell wird Patrick Wili als neuer Kassier gewählt. Der abtretende Kassier Godi Trachsler hat nach 25 Dienstjahren seine Feuerwehrpflicht mehr als erfüllt und erhält die Ehrenmitgliedschaft.

Der Obmann Andreas Fässler konnte an der Hauptversammlung des Rettungskorps Appenzell vom Samstag 19. Januar 2010 im Vereinslokal Restaurant Taube 51 Aktive und 16 Ehrenmitglieder begrüssen. Einen besonderen Gruss erbot er den Gästen Herrn Walter Hasenfratz Präsident des Appenzellischen Feuerwehrverbandes, von der Feuerwehr Gonten Altkommandant Walter Motzer und der neue Kommandant Hanspeter Neff, von der Rettungskolonne Appenzell Beni Huber und Martin Graf, als Vertreter des Löschzuges Meistersrüte Markus Speck, Frau Feuerwehrkommissionspräsidentin Karin Hübner, den Feuerschaupräsidenten Ruedi Eberle und Hanspeter Koller Sekretär der Feuerschauverwaltung.

In seinem Jahresbericht schaut der Obmann auf ein eher ruhiges Feuerwehrjahr zurück. Einsatzmässig blickt der er auf den Brand an der  Solleggstrasse auf Kau zurück, bei dem das TLF bereits 8 Minuten nach Alarmeingang auf dem Schadenplatz eintraf. Eine grosse Änderung mit sich brachte das neue Mannschaftsalarmierungssystem. Es hat sich vor allem in jüngster Vergangenheit gezeigt, dass bei allen, nicht nur bei unserer Feuerwehr ein Umdenken stattfinden muss. Die Stützpunktfeuerwehr wird automatisch, gemäss dem Alarmstufenplan, zu unseren Nachbarn aufgeboten. Das ergibt für uns einige Einsätze mehr, aber vor allem erfordert es eine vermehrte und engere Zusammenarbeit mit unseren Nachbarfeuerwehren. Nur gemeinsam können wir, und nur darum geht es schlussendlich, einem Geschädigten effizient und erfolgreich helfen.

Aus- und Weiterbildung
Im vergangenen Vereinsjahr wurden an  nicht weniger als 84 ½  Kurstage das Fachwissen aufgefrischt. So wurden Signer Matthias, Saliu Abdil, Lukas Nagele, Hollenstein Michael, Hersche Johann jun., Grubenmann Manuel, Fässler Pascal, Eugster Matthias und Brander Christoph im AdF 1 Kurs in Stein das Feuerwehrhandwerk beigebracht. Dörig Markus, Inauen Stefan, Koller Michael, Meister Thomas und Stark Bruno durften den AdF 2 Kurs in Teufen geniessen und gehören jetzt auch zur FW Elite. Den anspruchsvollen, viertägigen Handlingkurs für Chemiewehrspezialisten in Zofingen absolvierte Dörig Marcel. Ebenfalls ihr Chemiewehrwissen aufgefrischt haben Baumann Thomas, Dörig Marcel, Isenring Anton, Manser Josef und Meier Sepp an den Chemiewehrarbeitstagen bei uns in Appenzell. Patrik Willi erlernte das Offiziershandwerk im Kanton Zürich am Beförderungskurs für Offiziere in Bülach. Den sehr interessanten Einsatzleiter Grundkurs A in Waldstatt durften Hautle Walter und Andreas Fässler besuchen. Ihr Wissen wieder auf Vordermann gebracht haben im Gruppenführer WBK in Schwellbrunn: Fässler Franz, Fässler Ruedi, Fritsche Josef, Gennerich Kai, Isenring Anton und Manser Daniel. Mit Baumann Thomas, Hautle Walter und Ulmann Stefan haben drei Offiziere den Offiziers WBK im Speicher mit Erfolg besucht. Auch die Maschinisten liessen sich am Maschinisten Arbeitstag in Rüte weiterbilden: Dörig Christian, Hug Simon, Manser Daniel, Manser Sepp, Oertle Konrad, Wetter Patrick, Wyss Roland, Graf Sepp und Frischknecht Alex. Den Verkehrsdienst Kurs in Appenzell besuchten Däppen Henrik, Hug Simon, Rechsteiner Josef und Roland Wyss. Den Kurs für die Ausbildungsverantwortlichen Rettungsgeräte in Trogen besuchten Hautle Walter und Manser Franz. Unser alter Fourier Trachsler Godi und unser neuer Fourier Patrik Willi  besuchten die Fire 4 Workshop Kurse in Herisau.
Den einwöchigen Instruktoren Basiskurs in Andelfingen besuchten Speck Markus und Andreas Fässler. Die Instruktoren-Arbeitstage in Appenzell und den Assekuranzabend für Instruktoren besuchten Speck Markus, Hersche Johann und Andreas Fässler. Weiter besuchte der Andreas Fässler den Kommandanten Arbeitstag in Walzenhausen. Hersche Johann besuchte zusätzlich noch den Instruktoren Vorbereitungskurs in Wolfhalden, den Kommandantenrapport in Herisau und den Chemierapport ebenfalls in Herisau.

Übungen und Einsätze
Im vergangenen Feuerwehrjahr wurden wiederum zahlreiche Übungen und Einsätze geleistet. Insgesamt  wurden von allen Feuerwehrmänner und Feuerwehrfrauen zusammen 3766 Übungsstunden absolviert. Diese lassen sich grob auf die 5 allseits beliebten Schulübungen, 10 Einsatzübungen incl. Inspektions- und Alarmübung, 10 Kaderübungen,16 Spezialübungen für Verkehrsgruppe, Atemschutz, Chemiewehr, Motorspritzen und Gross- und Kleinfahrer, und 4 Teilnahmen an Alarm- oder Hauptübungen der benachbarten Feuerwehren aufteilen.
Wofür jeden Montag geübt wurde, konnte an den total 64 Ernstfällen und Einsätzen gezeigt werden. Davon machten mit 17 Ereignissen Verkehrs- und Ölunfälle den grössten Teil aus. In 13 Fällen rückte die Feuerwehr infolge Brand, Rauch oder mit der Wärmebildkamera aus. Als besondere Dienstleistung durften 13 mal besorgte Hausbesitzer von lästigen Hummeln und Wespen befreit werden. 10 mal im vergangenen Jahr kam unsere erste Gruppe wegen fehlgeleiteten Brandmeldeanlagen in den Genuss eines Adrenalinschubs. Verschont wurden wir im vergangenen Jahr von grösseren Wasserschäden. Gerade mal an 4 Tagen regnete es so stark, dass Einsätze nötig wurden.

Vereinstätigkeit
Nebst den alljährlichen Aufgeboten für Landsgemeinde und Fronleichnam galt als Höhepunkt im vergangenen Vereinsjahr sicher der dreitätige Ausflug nach Kitzbühel. Mit Freude denken wir an den Besuch der Feuerwache 1 in München zurück, aber auch auf das River Rafting oder die Wanderung auf den Hahnenkamm. Seit langem konnte wieder einmal unser Familienskirennen an der Sollegg stattfinden. Die Kameradschaft  wurde in der Egghütte, beim Turnen und Wandern, beim Geschicklichkeitsfahren in Münchwilen aber auch beim Feuerwehrmarsch in Degersheim gepflegt.
 
Wahlen, Ehrungen, Aufnahmen
Nach erfüllter Feuerwehrpflicht hat unser Kassier Godi Trachsler auch seine Demission als Kassier des Rettungskorps eingereicht. Der Obmann bedankte sich an dieser Stelle für die geleistete Arbeit. Für Godi Trachsler wurde neu Patrick Wili als Kassier des Rettungskorps gewählt. Die Übrigen Kommissionsmitglieder Obmann Andreas Fässler, Vize-Obmann und Aktuar Res Zihlmann, sowie die Beisitzer Walter Hautle und Kai Gennerich stellen sich für ein weiteres Jahr zur Verfügung und wurden in ihrem Amt bestätigt.
Nach 25 Jahren Feuerwehrdienst darf Godi Trachsler die Ehrenmitgliedschaft entgegennehmen. Godi trat 1985 in die Pflichtfeuerwehr ein und wurde 1989 zum Korporal befördert. Nach dem Zusammenschluss des Rettungskorps und der Pflichtfeuerwehr besuchte Godi 1997 den Offizierskurs. Den grossen Karrieresprung machte er im Jahre 2006. In einem Alter, in dem er eigentlich   gar nicht mehr Feuerwehrpflichtig gewesen wäre, stellte er sich als Fourier der Stützpunktfeuerwehr und zugleich auch als Kassier des Rettungskorps zur Verfügung. Godi sei Dank für seinen Einsatz.
Nach 20 Jahren Feuerwehrtätigkeit hat auch Rolf Meister seine Pflicht erfüllt. Rolf trat 1990 der Feuerwehr Appenzell bei. Er wurde 1997 zum Korporal befördert. 2003 wurde er zum Wachmeister befördert und gleichzeitig übernahm er die Motorspritzen-Abteilung. Diese hat er seither sicher geführt und so manchen MS-ler in die Gerätschaften der Stützpunktfeuerwehr eingeführt. Rolf durfte vom Obmann die Urkunde für 20 Jahre Feuerwehrtätigkeit entgegennehmen.
Nach bestandenem Rekrutenjahr konnten 7 Neumitglieder ins Rettungskorps aufgenommen werden. Dies sind Brander Christoph, Eugster Matthias, Grubenmann Manuel, Hersche Johann jun., Saliu Abdil,  Signer Mathias und Miller Johannes.

Wortmeldungen

Herr Walter Hasenfratz überbringt die besten Grüsse des Appenzellischen Feuerwehrverbandes. Er betont, dass heute am Arbeitsplatz eine mehr als 100%ige Leistung erwartet wird. Zudem stellen Familie und Freunde auch ihre Forderungen. Dies alles unter einen Hut zu bringen und gleichzeitig Freuerwehrdienst zu leisten ist oft schwierig. Es ist wichtig die Werte der Familie, der Arbeit aber auch der Freizeit hochzuhalten. Nur wenn es da 100%ig klappt, kann auch ein 100%iger Feuerwehrdienst geleistet werden.
Der Feuerschaupräsident Beat Eberle bedankte sich bei allen Mitgliedern für ihre stetige Bereitschaft und ihren Einsatz zugunsten der Öffentlichkeit. Es ist nicht selbstverständlich, den grössten Teil der Freizeit zum Wohl der Mitmenschen einzusetzen.

Appenzell InnerrhodenAppenzell Innerrhoden / 20.01.2010 - 13:20:13