
Neuer Ansatz in kirchlicher Jugendarbeit
TG. Fünf Gemeinde-Jugendarbeiter aus der Evangelischen Landeskirche bildeten sich in einer Studienreise in England weiter.
Vor kurzem kehrten Thomas Alder, Jugendbeauftragter der Evangelischen Landeskirche Thurgau, und weitere kirchliche Jugendarbeiter aus dem Thurgau, der Deutschschweiz und Baden-Württemberg von einem mehrtägigen Fortbildungslehrgang in England zurück. Organisiert wurde die Studienreise von der Evangelischen Landeskirche Thurgau um neue Ansätze der kirchlichen Jugendarbeit kennen zu lernen.
Fünf Gemeinde-Jugendarbeiter aus der Evangelischen Landeskirche Thurgau bildeten sich zusammen mit Thomas Alder und weiteren Berufskollegen aus der Deutschschweiz und Baden-Württemberg in einer Studienreise in England weiter.
Zwei Ziele verfolgt Thomas Alder, landeskirchlicher Beauftragter für Gemeindejugendarbeit, mit der von ihm organisierten Bildungsreise nach London. Zum einen soll die Gemeinschaft unter Diakonen und Sozialarbeitern, die in der kirchlichen Jugendarbeit oft als Einzelkämpfer wirken, gestärkt
werden. Zum anderen will Alder neue Denkstrukturen in der kirchlichen Jugendarbeit und einen Paradigmenwechsel anregen: „Jugendarbeit soll mehr sein als nur Jugendliche zu beschäftigen. Nicht für, sondern mit Jugendlichen soll gemacht werden.“
Tradition schliesst Entwicklung nicht aus
Mut machende Beispiele, wie dies in die Praxis umgesetzt wird, lernten die Jugendarbeiter in englischen Kirchgemeinden kennen. «Dass trotz des Traditionsbewusstseins, auf das sich die Anglikanische Kirche beruft, diese Umstellung sogar in den grossstädtischen Herausforderungen Londons und kleineren Agglomerationsgemeinden erfolgreich bewältigt wird, macht uns Thurgauern Mut.», freut sich Alder.
Wer das dort Gesehene umsetze, mache Jugendarbeit anders, die Jugendlichen setzten selber um, was sie
beschäftige. Dafür bräuchten sie jedoch kompetente Begleitung, erklärt Alder. Ob kirchliche Jugendarbeit gut ist, misst er an der Frage, ob die Jugendlichen, aber auch die Kirchgemeinde, etwas vermissen würden, wenn es die gelebte Form nicht mehr gäbe. «Kirche darf nie Selbstzweck sein, sondern muss immer auf eine Aufgabe und ein Ziel ausgerichtet sein».