„Neue Krone“ in Walzenhausen ist ein Unikat
Walzenhausen. Vor zwei Jahren entwickelten zwei Mitarbeiter der Stiftung Waldheim über Weihnachten das Konzept „Neue Krone“. Am vergangenen Freitag konnten Handwerker, Unternehmer und Planer sowie Bauherrschaft Aufricht feiern.
Stiftungsratspräsident Hans-Rudolf Früh, Bühler, blickte zurück ins Jahr 2006, als Dieter Köppel, Heimleiter Wohnheim Bellevue Walzenhausen, und Jürgen Schobel, Kaufmännischer Leiter/Spendenwesen, über Weinachten die Idee „Neue Krone“ unter Zeitdruck entwickelten, denn zuvor wollte die Stiftung das Wohnheim Morgenlicht zwischen Wald und Trogen umbauen, die Baubewilligung war schon erfolgt. Das stiftungseigenen Grundstück in Walzenhausen, welches in der Kurzone lag, erlaubte eine behindertengerechte Bauweise. Ausserdem kamen betriebswirtschaftliche Komponenten im Projekt „Neue Krone“ zum Tragen.
Weihnachtsidee nimmt Formen an
Bewilligt vom Bundesamt für Sozialversicherungen begleitete Procap das Bauwerk und prüfte es auf seine Behindertentauglichkeit. Hans-Rudolf Früh unterstrich den Wirtschaftsfaktor der Stiftung Waldheim mit heute sieben, nach dem Bezug der „Neuen Krone“ mit sechs Wohnheimen ( das Haus Morgenlicht wird verkauft) bewohnt von 170 Menschen mit Behinderung, die von 200 Mitarbeitern betreut werden. So gesehen handle es sich um einen grösseren KMU-Betrieb. Zum Schluss wünschte Hans-Rudolf Früh, dass sich der Bau weiterhin und insbesondere unfallfrei entwickeln werde. Stiftungsrat und Baukommissionsmitglied Reto Moggi, St. Gallen, sprach von 4000 Kubikmeter Erd- sowie 2700 Felsaushub und 2500 Kubikmeter verbautem Beton. Er stellte fest, dass es eindrücklich sei, was hundert bis zweihundert Menschen in rund zehn Monaten Bauzeit realisieren könnten. Dabei sei hier in Walzenhausen ein Unikat entstanden.
Symbolisch drei Mitarbeiter ausgezeichnet
Dann zeichnete er symbolisch für alle Beteiligten drei Mitarbeiter aus. Zum einen Dieter Köppel, der innerhalb der Bauzeit als Nichtfachmann im Bauwesen wohl am meisten gelernt habe. Dieter Köppel oblag die Aufgabe, als Nichtfachmann den Bau mit kritischem Menschenverstand zu hinterfragen. Er erhielt einen goldenen Bauhelm. Architekt Francesco Bartolomeoli bekam ein goldenes Sparschwein für seine vermittelnde Arbeit zwischen Bauherrschaft und Baustelle, weil er es gut verstanden habe, Lösungen zu finden, wenn der Stiftungsrat unter dem Spardruck , denn mit Stiftungsgeldern müsse sehr sorgfältig umgegangen werden, die Kostenbremse angezogen hätte. Polier Kurt Sonderegger überreichte Reto Moggi einen guten Tropfen, weil er mit seiner Mannschaft mit höchster Präzision gearbeitet habe. Dann wünschte sich Reto Moggi, dass die Bauherrschaft unter dem gleich guten Stern wie bisher stehe, damit die Bewohner im kommenden Sommer in der „Neuen Krone“ einziehen könnten. Zuvor aber genossen die Eingeladenen das feine Essen, einen spannenden Diavortrag über die Bauzeit sowie die musikalische Umrahmung durch die bekannten „Alpstee Buebe“ aus Appenzell.



























