Neue Kantonsstruktur diskutiert
Arbon. Vor Beginn der neuen Legislatur kamen die Oberthurgauer Kantonsräte im AFG Corporate Center zusammen und begrüssten die neun neuen Parlamentsmitglieder und verabschiedeten die Ausgetretenen.
Die Parlamentarische Gruppe diskutierte die geplante Neustrukturierung des Kantons Thurgau sowie die Anliegen der IG Seelinie wegen den Güterzugsimmissionen. Präsident Andreas Niklaus führte souverän durch die Versammlung.
Letztes Jahr wurde die Parlamentarische Gruppe Oberthurgau gegründet und mit Ausnahme einiger weniger machen alle 38 Oberthurgauer Parlamentarier an diesen bisher formlosen, überparteilichen Informationstreffen mit. Am 28. Mai beginnt die neue Legislatur. Das ist eine gute Gelegenheit, die Abtretenden zu verabschieden und die Neuen willkommen zu heissen und zu begrüssen. Erfreulicherweise wurden im Oberthurgau keine Kantonsräte abgewählt. Alle Amtsabtretungen basieren auf freiwilligen Rücktritten. Eine hervorragende Umgebung für dieses Treffen bot das AFG Corporate Center, in Arbon. Herr Dr. Oehler liess es sich nicht nehmen, die Parlamentarier persönlich zu begrüssen und auch durch das neue Zentrum der AFG zu führen. Viele Hintergrundinformationen machten das eindrückliche und imposante Werk noch spannender. Wahrlich eine Erfolgsgeschichte, von der nicht nur der Oberthurgau, sondern die ganze Ostschweiz profitiert.
Mit zwei kurzen Einführungsreferaten von Martin Klöti, Präsident der Regionalplanungsgruppe Oberthurgau und Walter Schönholzer, Präsident des Vereins AachThurLand wurde dann das Thema Neustrukturierung des Kantons Thurgau diskutiert. Nach der Vernehmlassung ein Projekt, mit dem sich der Grosse Rat in der kommenden Legislatur bestimmt zu befassen hat. Eine einheitliche Meinung konnte noch nicht gefasst werden. Es wird aber die Diskussionen in diesem Kreis weitergeführt, um für die heute schon starke Region Oberthurgau optimale Voraussetzungen für die Zukunft zu schaffen.
In einem zweiten Teil wurden die Anliegen der IG Seelinie diskutiert und zur Kenntnis genommen. Die IG stellt mit Genugtuung fest, dass nun auch die Gemeinden im Bezirk Arbon die grossen Immissionen mit den deutschen Güterzügen auf der nicht dafür geschaffenen Infrastruktur auf der Seeline aufgegriffen haben und ernst nehmen. Wichtig ist nun, dass sich auch die Thurgauer Regierung der Angelegenheit ernsthaft annimmt, damit Gespräche zwischen Bern und Deutschland für eine Rückverlagerung zustande kommen. Damit die Wohnqualität entlang des südlichen Seeufers erhalten werden kann, sind aus Sicht der IG und der Gemeinden dringend Massnahmen notwendig. Mit weiteren informellen Zusammentreffen will die Oberthurgauer Parlamentariergruppe gute Voraussetzungen in der Kantonalen Politik für die Region Oberthurgau schaffen.



























