Neue Autobahn-Tafeln für «Südthurgau»
Die Region Südthurgau erhielt gestern neue Begrüssungs-Tafeln an der Autobahn A1.
Sie zeigen, wie die Region in Zukunft auftreten wird. Die Regions- und Kantonsvertreter betonten beim Enthüllungsakt, wie wichtig das Erscheinungsbild einer Region nach Aussen und nach Innen ist.
Myrta Klarer, Präsidentin des Vereins Wirtschafts- und Lebensraum Südthurgau, freute sich über den grossen Aufmarsch von Behörden- und Medienvertretern bei der Enthüllung der neuen Autobahn-Tafeln. Sie erinnerte in ihrer Begrüssung daran, wie man vor acht Jahren neue Wege mit der Begrüssungs-Tafel beschritten habe dabei nicht immer nur Wohlwollen erhalten habe. Für Klarer ist es wichtig, dass sich nun die Region attraktiver im Thurgau und in der Schweiz positioniere.
Daher komme dieser neue Auftritt zur richtigen Zeit. In einer neuen Studie der Credit Suisse über die Schweizer Regionen sei die Region Südthurgau nicht einmal erwähnt. Gemäss Klarer müsse die Region mehr auf sich aufmerksam und sich bemerkbar machen. Zur neuen Tafel bemerkte die Vereinspräsidentin, dass diese im einheitlichen nationalen, braunen Look gestaltet sei. Es sei daher schwierig gewesen, das neue Logo des Südthurgau zu integrieren. Der nun gefundene Ansatz gefalle ihr nun sehr.
Zukunftsweisende Positionierung
Auch nach Reinhard Frei, Projektleiter des Standort-Marketings Südthurgau, sei der neue Auftritt und die neue Positionierung der richtige Weg für die Zukunft. Die Region Südthurgau liege am Rande von Zürich, im Herzen des Dreiecks Zürich-Stuttgart-München und müsse als attraktive Region erkannt werden. Ein Raum, eine Region sei im Vergleich zu Unternehmen mit sehr heterogenen Interessen und Zielkonflikten geprägt und benötige für eine erfolgreiche Kooperation nach innen und aussen eine räumliche, regionale Identität.
Diese Identität sei bei der Region Südthurgau gegeben – es bestehe bei der Bevölkerung eine hohe Identifikation nach innen. Nach Aussen benötige diese Region aber eine „bildliche“, visuelle Identität, um sie als attraktive Region zu erkennen und – in Zukunft noch wichtiger – sinnlich zu erfahren.
Historisch gewachsene und zukünftig gewollte Identität
Die Region Südthurgau werde von grossen Teilen der Bevölkerung nach wie vor als „Hinterthurgau“ wahrgenommen – für einige als „Tannzapfenland“. Dies werde sicher auch noch längere Zeit so bleiben, was auch gemäss Reinhard Frei nicht schlecht sei. Denn diese Verbundenheiten sei die „historische“ oder die „gegenwärtige Identität“.
Für die Akteure aus Wirtschaft und Politik gelte es aber, den Blick in die Zukunft zu richten und die Region fit für den Wandel, fit für die Kooperation mit anderen Regionen und mit Netzwerken zu machen. Dies bezeichnete Frei als „projektive Identität“. Mit dieser „projektiven Identität“ einher gehe auch die (Neu-) Positionierung der Region. Man müsse wissen, so Standort-Marketer Reinhard Frei, wie man in Zukunft auftreten und erfahrbar gemacht werden wolle.
Der Verein Wirtschaftsraum Südthurgau habe sich entschieden, im Wettbewerb der Standorte als „Region Südthurgau“ mitzumachen – als eine Region, die sich vernetzen wolle und Lebensqualität ausstrahlt – eine Region mit einzigartigen Erholungs-, Wohn- und Arbeitsräumen. Dazu ist der Südthurgau eine Region mit kurzen Wegen und verkehrstechnisch optimaler Lage im Dreieck von See, Berg und Stadt, von Zürich, St.Gallen und Frauenfeld.
Keine neue Identität
Mit dem Namen „Südthurgau“ wollen die Verantwortlichen der Bevölkerung nicht eine neue Identität überstreifen. So werden sich immer Menschen bemerkbar machen, die sich mit diesem Namen nicht identifizieren können – aber für eine „projektive Identitätsfindung“ dürfe man sich nicht am Althergebrachten festhalten – man müsse sich nach Aussen so zu erkennen geben, wie man im Wettbewerb der Standorte wahrgenommen werden will, um sich behaupten zu können.
Attraktive Regionen wichtig für Kanton
Conny Burgermeister, Wirtschaftsförderin beim Kanton Thurgau, unterstrich, wie wichtig für den Kanton Regionen seien, die sich modern und attraktiv positionieren. Ein Lebens-, Wirtschafts- und Arbeitsraum im Wettbewerb der Standorte sei heute stärker gefordert als in der Vergangenheit. Vor diesem Hintergrund sei sie erfreut und gratuliere dem Verein zu dieser mutigen Neu-Positionierung. Sie wünsche der Region Südthurgau viel Glück und Erfolg und freue sich auf die weiterhin angenehme Zusammenarbeit.
Was das neue Logo bedeutet und aussagt
Das neue Logo des „Südthurgau“ mit den beiden Blättern über dem „u“ steht für Wachstum (Pflanze/Apfel-Blatt), für Neues, das noch im Entstehen ist, für die Zukunft sowie für Natur und Umgebung (Lebensqualität, Wohnqualität). Gleichzeitig sind die beiden Blätter eine Verbindung zum Apfel-Logo des Kantons Thurgau, zu dem man gehöre und mit dem man sich identifiziere.
Blätter gehören zu den Grundorganen, die eine Pflanze braucht. Sie sichern das Wachstum, zusammen mit dem Licht. Die Blätter im Logo der Region „Südthurgau“ geben dem Kanton und der Region die notwendigen Impulse und Vitamine. Das Licht wiederum ist auch eine Assoziation für Süden und Helligkeit und daher gleich zu setzen mit dem südlichen Teil des Thurgaus. Die Apfelblätter symbolisieren die südliche Region des Thurgaus, die sich ihrer Wichtigkeit im Kanton bewusst ist und damit deren Wachstum, Zukunft und Lebensqualität zum Ausdruck bringt.



























