Nervenstarke Junioren gewinnen überzeugend
Handball. Die MU17 der Appenzeller revanchierte sich für die Vorrunden-Niederlage gegen den BSG Vorderland und gewinnt deutlich mit 32:27 Toren.
Ab wie die Feuerwehr, nach dieser altbewährten Methode nahm das Heimteam den Gästen schon in der Anfangsphase den Wind aus den Segeln. Dem druckvollen Angriffsspiel der Appenzeller war der Gegner nicht gewachsen, die Tore fielen in regelmässigen Abständen. Als wären sie ein Uhrwerk, so zogen die Innerrhoder ihr gefälliges Kombinationsspiel auf. Ein aufs andere Mal waren die Vorderländer überfordert. Ihnen blieb bis zum Spielstand von 8:3 nur das Staunen.
Die Hausherren dankten dem zahlreichen Publikum brachten mit herrlichen Passfolgen manch Handballerherzen zum höher schlagen. Für Vorderland wurde die Sache auch mit einer Manndeckung auf Sven Lämmler nicht besser. Das Spiel lief zwar nicht mehr ganz so flüssig, die Abschlussfreudigkeit des Heimteams blieb aber dieselbe. Von allen Positionen wurde mehrfach und erfolgreich getroffen.
Ab Mitte der ersten Halbzeit vernachlässigten die Appenzeller die Defensive immer mehr. Sie verliessen sich in dieser Phase des Spiels zu stark auf ihren sicheren Torhüter. Dies hatte zur Folge, dass Vorderland zwar weiterhin Treffer erhielt, sich selber aber auch regelmässig Tore gutschreiben konnte. Appenzell schaffte es während dieser Zeit nicht, sich entscheidend abzusetzen. Immerhin mit einem beruhigenden 8-Tore Vorsprung ging’s in die Pause.
Möglichst schnell einen sicheren Virsprung heraus spielen, lautete die Devise für die zweite Halbzeit. Dies gelang während der ersten paar Minuten gut. Appenzell konnte seinen Vorsprung vergrössern. Je länger die Partie dauerte, desto zögerlicher wurde das Heimteam. Im Angriff hielten die Spieler den Ball zu lange und nahmen dadurch das Tempo aus dem Spiel. Vorderland konnte seine Defensive jetzt viel besser auf die Angriffe der Hausherren ausrichten. Weil der TVA in der Verteidigung nicht mehr konsequent deckte, bot sich den Gästen plötzlich Raum, welchen sie zu nutzen wussten. Beim Spielstand von 24:21 Toren war leichte Unruhe auf der Trainerbank der Gastgeber zu erkennen. In gleichen Massen wie die Nervosität beim Heimteam stieg, gedieh die Hoffnung auf Seite der Gäste. Unterstützt vom zahlreichen Publikum, darunter die gesamte Herren1-Mannschaft, zogen sich die Einheimischen aus dem kleinen Zwischentief und nahmen den Gästen mit einer Leistungssteigerung die letzte Hoffnung . Im Angriff konnte der Druck erhöht und in der Verteidigung konnten die Kreise der Angreifer besser eingeschränkt werden.
Nach dem Schlusspfiff herrschte grosse Freude bei den Appenzellern. Mit diesem wichtigen Sieg konnte die letzte Chance genutzt werden , im Rennen um einen der begehrten Plätze unter den 6 Mannschaften zu erreichen, welche den Meistertitel untereinander ausmachen werden.



























