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Nein zur Proporzwahl

Leserbrief. appenzell24.ch-Leser Reini Brändle ist überzeugt: Es braucht ein Nein für die Proporzwahlinitiative.

In vielen Gemeinden des Kantons finden Ergänzungswahlen in den Gemeinderat statt. Erfreulicherweise können die meisten vakanten Sitze wieder mit Personen besetzt werden, die sich für die Gemeinden meist in ihrer Freizeit engagieren. Da gibt es leider, gemäss der Appenzellerzeitung vom 24. April, in zwei Gemeinderäten Lücken, die sich vorerst nicht schliessen lassen, da sich keine Kandidatinnen oder Kandidaten zur Verfügung stellen. Das wäre doch die grosse Chance für die Befürworter der Proporzinitiative auch mit dem heutigen total veralteten Majorzsystem für ihre Partei zu punkten.

In Heiden gibt es wahrscheinlich sogar eine Verschiebung eines Gemeinderatssitzes von der SVP zur CVP, weil sich nur ein Mitglied aus der CVP für die Übernahme des Gemeinderatsamtes zur Verfügung stellt. Da werden Sitze kampflos zur Verfügung gestellt, oder werden doch Köpfe und nicht Parteien gewählt? Da würde auch das Proporzsystem keine Änderungen bringen. Da mache ich, merke ich gerade, ein kleines Durcheinander. In den Gemeinden wird ja das Majorzsystem für Gemeinderatswahlen auch nach dem 1. Juni beibehalten? Da kommt es sowieso nicht auf das Wahlsystem an, Hauptsache man kann die Ämter neu besetzten.

Auch sind in vielen Gemeinden Kommissionen zu ergänzen, in denen man auch mithelfen kann, die Gemeindepolitik zu gestalten, oder als Sprungbrett für höhere Aufgaben zu nutzen. Für diese Ämter wird es immer schwieriger Personen zu finden, die sich engagieren wollen. Auch bei uns in Schwellbrunn haben sich noch keine Kandidatinnen oder Kandidaten der jungen Generation für die Jugendkommission gemeldet. Auch hier wäre die Chance da, dass man sich melden könnte, und sicher auch vom Gemeinderat gewählt würde. So denke ich, hat es in vielen Gemeinden noch freie Plätze in verschiedenen Kommissionen, die von Frauen, Jungen und von Personen der untervertretenen Parteien im Kantonsrat, besetzt werden könnten. Oder braucht es auch da Parteilose, Mitglieder von Lesegesellschaften oder weiss der Kuckuck wen? Ich werde aus Überzeugung ein Nein für ein Proporzwahlverfahren des Kantonsrates einlegen.

Reini Brändle, Wiesenrain

Appenzell InnerrhodenAppenzell Innerrhoden / 24.04.2008 - 14:37:00