Nein zu Neujahrsvorsätzen
Wir kennen sie alle: Die Neujahrsvorsätze. Jedes Jahr das gleiche Dilemma.
Wer hatte diese Gedanken vor dem 1. Januar des darauffolgenden Jahres noch nicht:
Ich höre auf mit dem Rauchen. Ich versuche mehr Sport zu treiben. Ich arbeite weniger oder vielleicht mehr. Ich versuche mich mehr meiner Familie zu widmen. Ich gehe weniger aus. Ich schlafe mehr. Ich bilde mich weiter. Ich suche mir einen anderen Job oder überhaupt einen. Ich bin netter zu meinen Mitmenschen. Ich spare mehr Geld. Ich rufe wieder Mal meine Verwandten an. Ich besuche den- oder diejenige wieder. Ich suche mir einen Partner oder beende die momentane Beziehung…….und so weiter…….und so weiter. Ein nie endender Monolog.
Ein Beispiel
Am Ende jedes Jahres nehmen sich die Leute etwas vor, das sie sowieso meist nicht einhalten können. Ein typisches Beispiel: Ich höre mit dem Rauchen auf. Nach einer durchzechten Nacht fällt es vielleicht am 1. Januar noch leicht nicht zur Zigarette zu greifen, da der Nikotinspiegel, den man in den vergangenen Stunden aufgebaut hat – natürlich immer mit dem Hintergedanken, dass es ja sowieso die letzten Zigaretten sind – mindestens noch 24 Stunden anhält.
Doch wie sieht es dann am 2. oder 3. Januar aus? Der Frust steigt, es lüstet, aber der Neujahrsvorsatz muss unbedingt durchgesetzt werden. Es ist ja auch ein guter Vorsatz. Wer will denn nicht mit dieser Gewohnheit aufhören? Auf jeden Fall geht es dann weiter und weiter. Das Jahr beginnt schrecklich wegen diesen blöden Entzugserscheinungen, aber egal, schliesslich ist man dann ja «Endlich Nichtraucher» oder nicht?
Gefrustet steht man weitere Tage ohne Zigaretten durch, aber immer mit der andauernden Qual des Verlustes. Man geht weniger unter Leute, um die Gefahr des Kontaktes mit dem Nikotin zu reduzieren. Doch nach einer langweiligen, ruhigen Woche gibt man sich die Chance, Freunde zu treffen, weil irgendetwas wieder gefeiert wird. Es ist das erste oder zweite Wochenende nach Silvester. Man ist noch gefrustet von den psychischen Entzugserscheinungen.
Egal, der Neujahrsvorsatz muss um jeden Preis durchgezogen werden. Es würde sich ja wirklich lohnen. Man trinkt seit längerem wieder einmal ein Gläschen Wein. Die Lust nach Nikotin steigt. Das erste Gläschen Wein ohne Zigarette hält man noch durch, das zweite auch, aber beim Dritten ist es vorbei. Zu Beginn nimmt man noch einen Zug von der Zigarette eines Freundes. Beim fünften Glas Wein hat man sich schon ein eigenes Päckchen gekauft. Vielleicht eine andere Marke als vor dem 1. Januar……. Zumindest hat man dann irgendetwas an seinem Rauchverhalten verändert.
Mein Tipp
Diese Geschichte stellt deutlich den frustrierenden Anfang des Jahres aufgrund von irgendwelchen Vorsätzen dar. Deshalb mein Vorschlag: Vorsätze sind nicht schlecht, doch sollten diese nicht unbedingt am Anfang des Jahres gefasst werden. Besser ist es sie im Laufe unseres Lebens umzusetzen. Dann ist der Druck nicht so gewaltig.
Guten Rutsch! Ja, das ist mein Vorsatz…..



























