Negative Bilanz der Alkoholtestkäufe
Zürich. Die Bilanz von Alkoholtestkäufen an Jugendliche übers Wochenende fiel ernüchternd aus.
Mehr als zwei Drittel der getesteten Betriebe verkaufte alkoholische Getränke an Jugendliche. 15 von 22 kontrollierten Betrieben mussten verzeigt werden.
Die Stadtpolizei führte am Wochenende in Zusammenarbeit mit der Suchtpräventionsstelle der Stadt Zürich diverse Alkoholtestkäufe durch. Anlässlich der „Europride“ wurden 14 Festwirtschaften und offene Stände kontrolliert. Mit Besorgnis wurde festgestellt, dass in neun Fällen die 14- und 15-jährigen Jugendlichen problemlos Bier, Prosecco und auch Spirituosen erhielten. Am Kulturfestival „Integration“ wurden sechs Festbuden kontrolliert. Fünfmal wurde den Jugendlichen Bier verkauft.
Bei zwei Kontrollen in einem Kiosk und einem Restaurant im Kreis 4 resultierte eine Verzeigung an das Stadtrichteramt Zürich weil der Jugendliche im Kiosk Bier kaufen konnte.
Aufgrund dieser sehr negativen Bilanz wird die Stadtpolizei Zürich auch in Zukunft bei Veranstaltungen ein spezielles Augenmerk auf Festbuden und Festwirtschaften auf die verbotene Alkoholabgabe an Jugendliche richten. Bekanntlich hat der Stadtrat von Zürich im Frühling 2008 ein Massnahmenpaket gegen Jugendgewalt verabschiedet. Diesbezüglich wurde eine „Taskforce Jugendgewalt“ gegründet, welche sich aus Fachleuten von Polizei, Schule sowie Sozial- und Gesundheitsdiensten zusammensetzt. Eins von acht Massnahmenfeldern beinhaltet konkret die intensivere Kontrolle der Alkoholabgabe an Jugendliche.



























