Nef zeigt sich kompromissbereit
Urnäsch/Bern. Der seit neun Tagen amtierende Armeechef Roland Nef stellte sich gestern den Medien - und zeigte sich kompromissbereit.
Seit 1. Januar hält Brigadier Roland Nef aus Urnäsch das Amt des Armeechefs inne. Gestern stellte er sich in Bern den Medien. Laut der «Appenzeller Zeitung» möchte er all jene Bereiche, welche bereits gut laufen (zum Beispiel die Grundausbildung), weiterhin sichern. Beim Berufspersonal und der Logistik sieht Nef jedoch noch viel Potenzial. Diese Bereiche sollen schnell verbessert werden.
Weiter wünscht sich Nef eine Armee, «die wieder zu einem selbstverständlichen Teil der Schweizer Gesellschaft gehört.»
Beim heiklen Thema «Sturmgewehre ins Zeughaus» zeigt sich Nef gegenüber der «Appenzeller Zeitung» durchaus kompromissbereit: «Ich bin nicht dagegen. Waffe und Munition gehören dann zusammen, wenn der Soldat Dienst leistet.» Zudem dulde er keine Strafbefreiung, wenn jemand gegen militärische Vorschriften verstosse.
Nicht zuletzt stellt sich der 48-Jährige hinter die aktuellste Weisung des Verteidigungsdepartementes, dass Soldaten mit durchgeladener Waffe Wachdienst leisten müssen. Der Wehrmann habe gelernt, seine Waffe verhältnismässig einzusetzen – so Nef.



























