Naturgefahrenkarten Hinterland erstellt
AR. Der Regierungsrat von Appenzell Ausserrhoden erlässt die Naturgefahrenkarten für das Ausserrhoder Hinterland.
Die Karten umfassen die Gemeinden Urnäsch, Herisau, Schwellbrunn, Schönengrund, Hundwil, Stein und Waldstatt.
Aufgrund der Bundesgesetze über Wald, Wasserbau und Raumplanung sind die Kantone verpflichtet, Menschen und Sachwerte vor Naturgefahren zu schützen. Dazu müssen Gefahrenhinweiskarten und Gefahrenkarten erstellt werden. Diese geben Auskunft über Gebiete, die gefährdet sind und dienen als Grundlage für Planungsaufgaben. Sie zeigen zum Beispiel, ob Schutzbauten oder Frühwarnsysteme nötig sind, oder wo gebaut werden kann und wo nicht.
Für die Umsetzung im Kanton setzte der Ausserrhoder Regierungsrat im Mai 2003 eine Kommission unter Leitung von Landammann Jakob Brunnschweiler ein. Als erstes wurde ein Konzept für die Durchführung erarbeitet, dem die Regierung Ende 2003 zustimmte. Bühler wurde darin als Pilotgemeinde bestimmt. Die Ergebnisse überzeugten. Die Regierung beschloss Ende 2005, die Erarbeitung der Naturgefahrenkarten für den übrigen Kanton an die Hand zu nehmen.
Jetzt sind die flächendeckenden Karten für die Gemeinden im Hinterland erstellt und von der Regierung erlassen: Gefahrenhinweiskarten für Gebiete ausserhalb sowie detaillierte Gefahrenkarten für Gebiete innerhalb der Bauzonen. Im Laufe der nächsten Wochen werden diese an die Gemeinden zur Festlegung in deren Ortsplanungen übergeben. Bis Ende 2010 sind die entsprechenden Gefahrenzonen auszuscheiden. Im Baubewilligungsverfahren und bei Zonenplanänderungen sind die Unterlagen ab dem 1. Juni 2008 verbindlich.
Die Projektkosten von knapp 300’000 Franken für das Los Hinterland übernimmt zu zwei Dritteln der Bund. Die Karten fürs Mittel- und Vorderland sollen innert Jahresfrist vorliegen.



























