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Naturärzte kritisieren Bundesrätin

AR. Aufstand der Naturärzte: Ihre Schweizer Vereinigung mit Sitz in Herisau protestiert gegen einen Entscheid von Bundesrätin Leuthard.

Die Berufsbildung im Bereich Naturheilkunde soll klar reglementiert werden. Diesen Prozess blockiere Bundesrätin Doris Leuthard, schreibt Edgar Ilg, Naturarzt in Herisau und Geschäftsführer der Naturärzte-Vereinigung der Schweiz (NVS). Ilg bezieht sich auf eine Stellungnahme von Leuthard, die sich laut NVS auf einen «nicht mehr aktuellen Text aus dem Departement Couchepin» stütze. Die Bundesrätin desavouiere ihr eigenes Bundesamt für Berufsbildung und Technologie BBT.

Laut dem Schreiben des NVS erarbeiten – gestützt auf das neue Berufsbildungsgesetz – die Berufsverbände der Naturheilkunde seit mehreren Jahren zwei neue Berufsbilder. Im Bereich Komplementär-Therapie werden diese Arbeiten seit 2003 vom BBT unterstützt und begleitet. Das Schweizerische Rote Kreuz habe, im Auftrag des BBT, die schulmedizinischen Grundlagen dazu geliefert, entsprechend den übrigen Berufen des Gesundheitswesens. Ilg: «Diese ausserordentlich umfangreichen und aufwendigen Arbeiten müssen als eigentliche Pionierleistung gewürdigt werden. Ähnliche Bestrebungen in Deutschland sind noch im Stadium erster Diskussionen.»

Das Reglementierungs-Projekt Komplementär-Therapie steht laut dem NVS-Schreiben kurz vor dem Abschluss. Es soll in wenigen Monaten beim BBT mit dem Gesuch um Anerkennung als Eidgenössische Höhere Fachprüfung eingereicht werden. «Die Vorbereitungen in diesem Stadium zu blockieren, mit dem Verweis auf die erst in einem Jahr stattfindende Abstimmung über die Initiative «Ja-zur-Komplementärmedizin», ist als äussert fragwürdig zu bezeichnen», heisst es in dem Protestschreiben.

Der NVS räumt ein: Die Forderung nach einer staatlichen Anerkennung der Berufe der Naturheilkunde wurde in den Forderungskatalog der Komplementärmedizin-Initiative aufgenommen. Ein weiterer inhaltlicher Zusammenhang zwischen der Initiative und der Berufsreglementierung sei aber nicht gegeben. Das Gesuch um Anerkennung habe daher völlig unabhängig von der Initiative zu erfolgen.

Appenzell AusserrhodenAppenzell Ausserrhoden / 15.06.2007 - 15:16:00