Nach Verfolgung erwischt
Basel. Die Basler Kantonspolizei hat am Donnerstagabend am St.Johanns- Rheinweg einen Drogenkonsumenten gestoppt, der zuvor mit einem entwendeten Kleinmotorrad und später zu Fuss vor der Polizei geflüchtet war.
Während der Verfolgungsfahrt beging er mehrere Verkehrsübertretungen. Als die Polizei ihn anhalten konnte, kam es zu einem Handgemenge, bei dem sich ein Polizist verletzte.
Der 37-jährige Deutsche auf einem grauen Roller war einer Polizeipatrouille gegen 18 Uhr in der Wilhelm-His-Strasse aufgefallen. Sie wollte ihn kontrollieren. Der Lenker reagierte indes weder auf die „Stop-Polizei“-Matritze noch auf Lautsprecherdurchsagen. Statt dessen versuchte er via Spitalstrasse zu entweichen. Die Verfolgungsjagd führte auf die Johaniterbrücke; dort wendete der Flüchtende seinen Roller und fuhr zurück. In der St. Johanns-Vorstadt gelang es der Polizei, den Roller zu überholen. Als dessen Lenker erneut wenden wollte, stürzte er. Zu Fuss setzte er die Flucht in Richtung St. Johanns-Rheinweg fort.
Im St. Johanns-Rheinweg konnte ein Polizist den Flüchtenden anhalten. Es kam zu einem Handgemenge, in dessen Folge die Beiden über das Geländer und die Böschung auf das Rheinuferweglein hinabstürzten. Dabei verletzte sich der Polizist; der Rollerlenker trug zu diesem Zeitpunkt noch seinen Helm und war dadurch geschützt. Nach dem Sturz konnte der Polizist – unterstützt durch einen Kollegen – den Lenker in Handschellen legen.
Beim Flüchtenden handelt es sich um einen polizeibekannten Drogenkonsumenten. Er wurde zur Blutentnahme und Urinprobe ins Universitätsspital gebracht. Der Mann hatte angegeben, am gleichen Tag Heroin und Kokain konsumiert zu haben. Ihm droht nun ein Verfahren wegen Fahren unter Drogen-/ Medikamenteneinfluss, Entwendung eines Kleinmotorfahrzeugs zum Gebrauch, Führen eines Kleinmotorrades trotz Entzug des Fahrausweises sowie wegen diverser Verkehrsübertretungen. Zudem hat ihn das Kriminalkommissariat zu Handen der Staatsanwaltschaft wegen Hinderung einer Amtshandlung und Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz vorläufig festgenommen.