Nach Party mit Drogen und Alkohol vor Polizei geflüchtet
Zug/ZG. Ein junger Autofahrer ohne Führerausweis will sich nicht von der Polizei kontrollieren lassen. Er flieht innerorts mit über 100 km/h und verunfallt, bleibt aber unverletzt. Sowohl der Atemalkohol- wie auch der Drogenschnelltest zeigen positiv an.
Mittwochfrüh (24. März 2010) kurz nach 03:00 Uhr
Einer Patrouille der Zuger Polizei fällt beim Kolinplatz in Zug ein Auto auf, das mit hoher Geschwindigkeit in Richtung Ägeri davonbraust. Die Polizisten folgen dem Auto und signalisieren mit Blaulicht und der Matrix-Leuchte «STOP POLIZEI». Vergeblich. Der Flüchtige rast mit weit über 100 km/h auf der mit 50 km/h beschränkten Ägeristrasse bergauf. Beim Gutschrank verliert der Lenker die Kontrolle über das Auto und prallt in die Leitplanke. Die fünf Insassen bleiben unverletzt. Der Lenker wehrt sich jedoch noch immer gegen die Kontrolle. Als er schliesslich festgenommen werden kann, stellt sich heraus, dass der 22-Jährige mit knapp einem Promille Atemalkohol nicht nur betrunken ist, sondern auch unter Kokaineinfluss steht. Doch es kommt noch mehr ans Tageslicht: Einen Führerausweis kann der junge Mann nicht vorweisen. Der Polizei gibt er zu Protokoll: «Ich fahre seit drei Monaten tagtäglich, Autofahren ist ja nicht schwierig.» Nach einer Feier habe er nun seine Kollegen nach Hause fahren wollen.
Der Niederländer muss im Spital eine Blut- und Urinprobe abgeben. Er wird angezeigt und wird sich vor der Staatsanwaltschaft des Kantons Zug verantworten müssen. Das Auto, das auf einen Bekannten des Beschuldigten eingelöst ist, erleidet Totalschaden. Die Schadenssumme beläuft sich auf mehrere Zehntausend Franken.
Ein Kollege des 22-Jährigen, der mit seinem Fahrzeug dem Unfallverursacher folgte, hält wenig später beim Gutschrank an und erkundigt sich nach seinen Kollegen. Bei der Entgegennahme seiner Aussage werden auch bei ihm Alkohol- und Drogensymptome festgestellt. Auch er muss im Spital eine Blut- und Urinprobe abgeben. Die Polizei nimmt den Führerausweis des 23-jährigen Schweizers ab und zeigt ihn ebenfalls bei der Staatsanwaltschaft an.



























