«Movies sind wie frühstücken»
Mit «Circo Massimo» hat Massimo Rocchi am vergangenen Samstag seine Tour durch die Ostschweiz gestartet. appenzell24.ch hat mit ihm über seine aktuelle Tournee und die Ostschweiz gesprochen. Am 30.10 macht er in Herisau halt.
Massimo Rocchi ist von Beruf Künstler, Komiker und Kabarettist. Er ist ein italo-europäischer Wahlschweizer, der nur zu gut weiss, was es heisst, Italiener und Schweizer gleichzeitig zu sein. Signore Rocchi nützt dabei die vorhandenen Klischees und verarbeitet diese genial-komisch auf deutsch, italienisch, französisch und natürlich auch auf «schwiizerdütsch» zu einem lustigen Programm. Das Interview wurde letzte Woche gemacht.
Herr Rocchi, Sie sind schon lange erfolgreich im Showgeschäft tätig. Nun beginnen Sie am Wochenende mit Ihrem Programm «Circo Massimo» ihre Ostschweiztour in «Das Zelt» in St.Gallen. Verspüren Sie schon ein gewisses Kribbeln beziehungsweise eine Vorfreude darauf?
Massimo Rocchi: (lacht) Natürlich, ich freue mich schon sehr darauf. Das Zelt ist ein interessanter Ort, es ist alles so direkt, die Zuschauer sind so nah. Hin und wieder kommt es einem vor, als ob man mit den Zuschauern die Rolle tauscht.
Sie treten da mit ihrem aktuellen Programm «Circo Massimo» auf. Wie sind Sie auf den Titel gekommen?
Im Jahr 2003 war ich bei der Jubiläumstour des Circus Knie dabei, dass war natürlich eine besondere Erfahrung, die einen auch sehr prägt. Da hab ich mir gedacht: «Circo Massimo» passt einfach ganz genau zu meiner neuen Show. Es wird ein Spektakel werden. Mit vielen Emotionen. Tiere kommen vor, genau so wie Ärzte und Bundesräte. Eine explosive Mischung.
Wie schaffen Sie es immer wieder, neue Einfälle zu haben? Haben Sie irgendwelche Tricks, eine bestimmte Vorgehensweise, oder kommen Ihnen die Ideen einfach zufällig?
Bei mir persönlich ist es so, dass ich jeden Tag arbeite. Ich stehe jeden Tag früh auf, frühstücke und lese die Zeitung. Ich überlege mir dabei immer: was sind aktuelle Themen, zu denen ich etwas sagen könnte? Ich nutze auch häufig den Teletext , und dann schreibe ich mir die Ideen auf.
Ein Beispiel ist die Euro08 – liegt zwar schon Lichtjahre zurück – da hab ich mir gedacht: Die Schweiz hat drei Spiele und Italien auch nur vier gemacht. Vor zwei Jahren sind wir noch Weltmeister geworden. Dann überlege ich: Was ist der Grund? Warum? – Ja, jetzt haben viele gesagt: «Toni war nicht in Form», oder eventuell lag es am Trainer? Ich dachte darüber nach, bis ich drauf kam. – 2006 hatten wir einfach «Zidane’s Schwester»!
Die Veranstaltung findet im «Zelt» statt. Neben Ihnen treten noch einige andere Kabarettisten und Komiker auf. Gibt es da auch Künstler, die Sie besonders interessieren beziehungsweise die Sie auch selber anschauen werden? Oder wie verbringen Sie sonst Ihre freie Zeit?
Privat pflege ich eine sympathische Beziehung zu Marco Rima. Mir gefallen Simon Enzler, Lorenz Keiser und viele mehr. Ich gehe viel ins Theater, ich mag die Oper sehr, eigentlich alles, aber ganz besonders liebe ich das Kino. «Movies» sind für mich wie frühstücken. – Ich gehe sehr oft ins Kino. Godfather, Herr der Ringe haben mir sehr gut gefallen und den neuen Batman habe ich gesehen. Wobei Batman mich eher enttäuscht hat, es war wie ein Déjà-vu-Erlebnis.
«Das Zelt» ist nur eine von mehren Stationen an denen Sie in der Ostschweiz zu sehen sein werden. Was gefällt Ihnen besonders an St.Gallen?
St.Gallen ist ein Grenzkanton, was mir immer sehr gut gefällt. Natürlich werde ich mir eine orginale St.Galler-Wurst gönnen.



























