Monika Frei ist die erste Geissenkönigin
Urnäsch/Wattwil. Die 3. nationale Geissenshow vom vergangenen Samstag lockte mehrere Tausend Besucherinnen und Besucher in die Markthalle Wattwil
Eine Schau mit sämtlichen in der Schweiz gezüchteten Geissenrassen, ein kulinarischer Markt mit einer breiten Palette an Ziegenprodukten und die Krönung der ersten Geisskönigin der Schweiz: In Wattwil stand am Samstag klar die Ziege im Mittelpunkt. Der Anlass war ein Publikumsmagnet schlechthin.
Mit rund 550 Tieren von 138 Ziegenzüchtern aus der ganzen Schweiz verzeichnete die vom Verein Ziegenfreunde organisierte Geissenshow 2008 eine Rekordbeteiligung. Und ebenso rekordverdächtig war das Publikumsinteresse. Es dürfen gegen 6000 Besucherinnen und Besucher gewesen sein, die sich von der hohen Zuchtqualität der Ziegenzüchter in der Schweiz überzeugen konnten. Denn: An der Wattwiler Geissenshow gab es ausserordentlich schöne Ziegen zu besichtigen. Die Schauexperten waren des Lobes. Begeistert waren sie vor allem beim Mutter/Tochter-Wettbewerb; dort kamen sie richtig ins Schwärmen.
Prinzessin mit Namen Züsi
Aber auch jene Besucherinnen und Besucher, die sich weniger für die züchterischen Vorzüge der Ziegen interessierten, kamen auf ihre Rechnung. Mit einem Wettbewerb richtete man sich vorab an die kleinen Gäste. Aus sechs Gitzis verschiedener Rassen konnten sie ihre «Prinzessin von Wattwil» bestimmen und ihr erst noch einen Namen geben. Die meisten Stimmen vereinte letztlich das Toggenburger Ziege-Gitzi auf sich.
Es wurde – so entschied die Jury – nach dem Vorschlag von Heidi Schmid aus Ulisbach auf den Namen Züsi getauft. Auf grosses Interesse stiess auch der kulinarische Markt, an dem Metzger und Käser ihre Ziegenproduke zur Degustation und zum Verkauf anboten. Die Produkte überzeugten derart, dass vor den Ständen zwischenzeitlich kaum ein Durchkommen mehr war.
Königin mit Namen Monika
Auch am Abend drehte sich in der Markthalle vieles um die Geiss. Dies obwohl die Tiere längst wieder im heimischen Stall standen. Die Wahl der ersten Geisskönigin der Schweiz stand auf dem Programm. Fünf junge Frauen stellten sich dabei den Fragen der Jury unter der Leitung von TVO-Moderator Marco Fritsche. Die Kandidatinnen wurden dabei auf ihre Geissenkenntnisse und Schlagfertigkeit geprüft. Die fünf Juroren am meisten zu überzeugen vermochte dabei die 24-jährige Monika Frei aus Urnäsch. Sie wurde zur 1. Geisskönigin der Schweiz gekürt. Bis weit in die Nacht hinein spielte anschliessend das Trio Herzbengel zum Tanz auf.



























