
Mögliche Fusionen «andenken»
Speicher/Trogen. Die SP-Sektionen von Speicher und Trogen haben am Neujahrs-Apéro auf ein politisch erfolgreiches Jahr 2009 angestossen.
Gut dreissig Mitglieder der beiden SP-Ortsparteien fanden sich in der Galerie am Landsgemeindeplatz, Trogen, zum traditionellen Neujahrsapéro ein.
Silvia Schneider, Präsidentin der SP Trogen, dankte allen, die im vergangenen Jahr Zeit und Energie für die Sache der SP eingesetzt hatten.
«Als Partei setzen wir uns oft für Anliegen ein, die nicht sofort mehrheitsfähig sind», sagte Silvia Schneider. «Wir machen uns für Ideen stark, die in der Regel sehr viel Ausdauer brauchen, bis sie reif zum Durchbruch sind.»
Vor- und Nachteile gesammelt
Eine solche Idee ist die Fusion der SP-Sektionen Speicher und Trogen, eventuell auch ein Zusammenschluss der beiden politischen Gemeinden. In der Tat arbeiten die Nachbardörfer bereits heute auf vielerlei gebieten zusammen.
Zu nennen sind beispielsweise Wasser- und Stromversorgung (EST), Bibliothek/Ludothek oder Feuerwehr. Unter der Leitung von Tschösi Olibet sammelten die Speicherer und Trogner in Brainstorming-Runden Vor- und Nachteile, Argumente für oder gegen die Fusion von Ortsparteien und politischen Gemeinden.
Die Ergebnisse gehen an die Parteivorstande von Speicher und Trogen zur weiteren Bearbeitung. Ziel ist laut Tschösi Olibet, mögliche Zusammenschlüsse „von unten her anzudenken und anzuregen“.
Durch die Ausstellung geführt
Neben dem politischen Teil kam auch der gesellschaftliche nicht zu kurz. Der Trogner Künstler Werner meier führte auf unterhaltsame Art durch seine Ausstellung «Silvesterchlausen», die zurzeit in der Galerie am Landsgemeindeplatz zu sehen ist.
Er bezeichnet die Werke, die im Zeitraum von rund fünf Jahren entstanden sind, als «bildnerischen Nachklang aus erlebter Innensicht auf den Appenzeller Silvesterbrauch». Während langer zeit war Werner meier nämlich selber Mitglied eines Steiner Chlausenschuppels.
Marc Wilmes vom Verein «art-trogen» schliesslich stellte den Zweck der Galerie vor, die im vergangenen August eröffnet worden war. Sie will «den einheimischen Künstlerinnen und Künstlern eine Plattform bieten, der bildenden Kunst im Kulturdorf ein Gesicht geben und den Dorfkern von trogen beleben.»
Bei Weisswein und feinen Häppchen klang der Neujahrsapéro aus.