Mitteilungen des Gemeinderat Bühler
Bühler/AR. Der Gemeinderat erinnert nochmals an die öffentliche Orientierungsversammlung am Dienstag, 10. November 2009, um 19.30 Uhr im Gemeindesaal.
Neben der Erläuterung des Budgets 2010 wird über den Stand der Arbeiten im Zusammenhang mit dem geplanten Wärmeverbund informiert.
Wärmeverbund
Die Realisierbarkeit des Wärmeverbundes hängt wesentlich von der Anschlussdichte ab. Diese widerspiegelt das Verhältnis zwischen abgegebener Wärmeenergie zu Fernleitungslängen. Je höher die Anschlussdichte ist, desto tiefer wird der Wärmepreis ausfallen. Damit die Anschlussdichte hoch ist, müssen möglichst viele benachbarte Gebäude an die Fernwärme angeschlossen werden. Die Herausforderung der Projektentwicklung besteht darin, möglichst viele Interessenten zu finden, um einen günstigen Wärmepreis anbieten zu können. Aus diesem Grunde liegen an der Orientierungsversammlung Absichtserklärungen für einen Anschluss auf. In diesem Zusammenhang ist zu erwähnen, dass der Anschluss an den Wärmeverbund vom Kanton subventioniert und steuerlich begünstigt wird.
Holzschnitzel:
In Bühler kann aus dem Gemeinde eigenem Wald jährlich rund dreihundert Kubikmeter Schnitzel an Energieholz gewonnen werden. Daneben gibt es ein Mehrfaches an privaten Waldflächen. Bereits haben verschiedene private Waldbesitzer in der Region ihr Interesse bekundet, ebenfalls Energieholz zu liefern. Der Standort für die Heizzentrale ist hinter der Firma Eschler vorgesehen.
Versorgungsgebiete:
Vorabklärungen haben drei verschiedene Gebiete ergeben. In einer ersten Phase konzentriert man sich auf das Dorfzentrum. Sicher ist, dass die öffentlichen Gebäude angeschlossen werden. Für die Realisierung des Projektes ist – wie schon früher mitgeteilt wurde – das Elektrizitätswerk des Kantons Zürich verantwortlich. Das einheimische Gewerbe wird in das Projekt miteinbezogen, indem es die einzelnen Hausanschlüsse erstellen wird. Das Gesamtinvestitionsvolumen beläut sich auf rund fünfeinhalb Millionen Franken.
Der Gemeinderat ist überzeugt von diesem in die Zukunft gerichteten Projekt und lädt alle Interessierten an die Versammlung ein. Die Wertschöpfung bleibt in der Region. Zudem ist zu bedenken, dass mit der Realisierung ein weiterer Schritt in Richtung Unabhängigkeit von den Öllieferstaaten vollzogen wird.
Wechsel im Zivilstandsamt Mittelland
Silvia Graf wird im Verlaufe des Februars 2010 die Verantwortung als Leiterin des Zivilstandsamtes Mittelland abgeben, da sie Mutterfreuden entgegensieht. Patrizia Inauen, die kürzlich die Prüfung zur Zivilstandsbeamtin mit eidg. Fachausweis bestanden hat, wird – vorbehältlich der entsprechenden Beschlüsse der Mittelländer Gemeinden – als Amtsleiterin eingesetzt. Aus diesem Grund wird ein Stelleninserat erscheinen, mit dem eine oder ein Verwaltungsangestellte/r für die Führung der Einwohnerkontrolle und Mithilfe im Zivilstandsamt gesucht wird.
Bühler an der Immo-Messe
Im nächsten Jahr ist Bühler wieder an der Immo-Messe in St. Gallen vertreten. Die Immo-Messe Schweiz ist nach Meinung des Gemeinderates eine gute Plattform, die Vorzüge unserer Region einem breiten Publikum und potentiellen Bewohnerinnen und Bewohnern zu präsentieren. Sie findet vom 19. bis 21. März 2010 statt.
Sportplatzbenutzung
In letzter Zeit ist es vermehrt vorgekommen, dass dem Sportplatz zu wenig Sorge getragen wird. Abfall und zerschlagene Flaschen werden vielfach liegengelassen. Die Bau- und Strassenkommission bittet die Benutzer, den Sportplatz sauber zu halten. Sie ist bestrebt, ihn für alle offen zu halten. Sollte sich jedoch die Situation nicht verbessern, müsste der Sportplatz für die Allgemeinheit geschlossen werden. Er wäre dann nur noch für den Fussballclub, die Schule und beaufsichtigte Anlässe zugänglich.
Strategiesitzung
Im Beisein von Mitgliedern und Finanz- und Strategiekommission sowie des Schulleiters hat der Gemeinderat aufgrund des Berichts des Departements Bildung die Schule Bühler analysiert. Als erstes wurde festgestellt, dass – im Gegensatz zu anderen Gemeinden – die Schülerzahlen praktisch konstant bleiben. Zwar hat die Oberstufe eine problematische Grösse. Im Sinne einer Vorwärtsstrategie ist beabsichtigt, eine paritätische Arbeitsgruppe zu bilden mit Mitgliedern aus Teufen und Gais. Als Ziel wurde festgelegt, dass das Rotbachtal bis 2015 eine finanziell tragbare und pädagogisch sinnvolle Oberstufe anbieten kann.
Finanzen
Eine Präsentation der Revisionsfirma BDO Visura bildete die Grundlage für finanzpolitische Überlegungen. Dabei wurde bestätigt, dass der Finanzplan ein wichtiges Führungsinstrument des Gemeinderates ist. Erfreulicherweise konnte festgestellt werden, dass sich die Finanzen der Gemeinde ein wenig erholt haben. Die Verschuldung liegt aber nach wie vor über dem kantonalen Mittel. Ziel muss sein, die Verschuldung weiter zu reduzieren. Aufgrund der ordentlichen Einnahmen sind auch in nächster Zeit keine grösseren Investitionen möglich. Der Gemeinderat ist jedoch bestrebt, auf ein ausgeglichenes Budget hinzuarbeiten, welches bereinigt ist von Sondereffekten.
Weitere Personalien
Der Gemeinderat wählte per 16. November 2009 Edith Bänziger, Wolfhalden, als Hauswirtschaftliche Betriebsleiterin im Altersheim am Rotbach. Sie ersetzt in dieser Funktion Karin Büchler-Egger, welche die Verantwortung für den Hausdienst abgegeben hat.
Im Weiteren wird per 1. November 2009 Silke Rhode als Pflegehilfsperson für die Nachtwache im Altersheim arbeiten. Sie ergänzt Eveline Keller, welche ihr Pensum reduziert.



























