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Mit Rosen und Ritterrüstung

Herisau. Zu Beginn der dritten Schulwoche luden die Schulleitung und die Schulpräsidentin die Lehrpersonen zum Konvent ein. Informationen aus verschiedenen schulischen Bereichen und drei Kurzreferate bildeten die Schwerpunkte dieses Anlasses.

«Die Schule bewegt, es ist derzeit auf verschiedenen Ebenen viel los», sagte Schulpräsidentin Annette Joos in der Begrüsssung. Wichtig finde sie, dass es nicht zu einem wilden «Je-ka-mi» und einem Parteien-Gezänk komme, ergänzte die Gemeinderätin. Ein überlegtes Vorwärtsgehen und sinnvolle Umsetzungen seien gefragt. Sie dankte den Lehrpersonen für das Engagement und das Verständnis.

Zusammenarbeit hilfreich
Die 13 Lehrpersonen, die seit Mitte August neu in der Schule Herisau unterrichten, wurden in der Aula der Sekundarschule mit einer Rose willkommen geheissen. Die Schulleiter Dominik Schleich und Markus Stäheli gingen auf aktuelle Themen in der Schulentwicklung, wichtige Punkte der kantonalen schulischen Erlasse, der Personal- und Vertragsfragen ein.

Für das erste von drei Kurzreferaten des Abends war Felix Baumgartner bei der Herisauer Schule zu Gast. Die Beratungsstelle für Flüchtlinge, deren Aufgaben er vorstellte, ist durch Kanton und Vertragsgemeinden getragen und finanziert. «Wir bieten den Familien bei verbalen und kulturellen Barrieren Hilfe. Zum Beispiel steht die Unterstützung bei Schnittstellen in den Bereichen Schule, Gesundheit und Arbeit im Vordergrund.» Die Zusammenarbeit mit den Lehrpersonen sei dabei in manchen Fällen für alle Seiten hilfreich.

«Anwalt der Situation»
Martin Pfister informierte über seine Arbeit im Bereich der Schulsozialpädagogik. Er ist auf allen Stufen «niederschwellige» Ansprechperson für persönliche Probleme der Schülerinnen und Schüler, bei sozialen Auffälligkeiten usw. Ziel seien nicht nette Vieraugen-Gespräche: «Es geht darum, in Absprache mit den Jugendlichen, den Lehrpersonen, den Eltern, der Schulleitung und eventuell weiteren Kreisen aktiv zu werden, konkret etwas ‚anzupacken’.» Er sei nicht Anwalt der Schüler oder der Eltern oder der Lehrpersonen, sondern «Anwalt der Situation».

Schliesslich informierte Primarlehrer und Museumspädagoge Andreas Stucki seine Kollegen und Kolleginnen über Möglichkeiten im Museum Herisau. So hat er eine Broschüre verfasst «Mit Vera und Tim durchs Museum Herisau»; dieser Rundgang bietet sich auch für Familien an.

Weitere Angebote für Unterrichtsthemen im Museum betreffen «Schriften», «Komplexe Kleckse» und das «Ritterwesen». Er hoffe, er müsse im eben begonnenen Schuljahr nicht eine Rüstung anziehen, meinte Schulleiter Dominik Schleich. Womit ihm die verbale Überleitung zum Apéro im Freien elegant gelang…. (pd)

Appenzell AusserrhodenAppenzell Ausserrhoden / 28.08.2008 - 07:59:00