Mit Michael Weber singen
Walzenhausen. Im Oktober findet das zweite Appenzeller Singwochenende statt, an dem Michael Weber im Sonneblick singt.
Der Sprach- und Musiklehrer aus Walzenhausen liebt die Lieder des 16. bis 19. Jahrhunderts. Um dieses Liedgut zu pflegen, erfand er auf Initiative von Ernst Suhner im vergangenen Jahr das Appenzeller Singwochenende. An zwei Tagen wurde weltliche und geistliche Chormusik aus Renaissance, Barock, Klassik und Romantik eingeübt; mit grossem Erfolg. Deshalb entschied sich Michael Weber, in diesem Jahr das zweite Singwochenende zu organisieren.
Schöne, harmonische Lieder
Bereits hat der Walzenhauser die Liederwahl getroffen. Michael Weber: „Es handelt sich dabei um schöne, harmonische, mehrstimmige Lieder, die leicht zu singen sind. Die meisten sind neu, wenige aus dem letztjährigen Programm übernommen. Nachdem ich die Auswahl getroffen habe, setze ich falls nötig die Lieder neu oder kreiere für einen gemischten Chor entsprechende Begleitstimmen. Dabei stelle ich den schönen Klang der Lieder in den Vordergrund und beachte, dass sie schnell lernbar sind. Das Liedgut eignet sich sowohl für Anfängerinnen und Anfänger als auch für fortgeschrittene Sängerinnen und Sänger. Schon das letzte Mal hatten wir Chorsänger und sogenannte Neulinge, Frauen und Männer bunt gemischt.
Ich singe gerne
Gefragt nach der Motivation, ein solches Wochenende auf privater Basis auf die Beine zu stellen, antwortet Michael Weber: „Ich selber singe diese harmonischen, klaren und schönen Lieder gerne. Im Moment ist mir kein Chor bekannt, der genau dieses Liedgut pflegt. Aber gerade diese Lieder sind der gemeinsame Nenner der bunt zusammengewürfelten Gruppe und der Sonneblick mit der passenden Infrastruktur gibt den schönen Rahmen dazu. Zu singen empfinde ich persönlich als ein urmenschliches Bedürfnis und vom Chorsingvirus wurde ich schon sehr früh angesteckt. Singen befreit und beflügelt gleichermassen. Wenn ich nicht derart überzeugt vom Singen wäre, würde ich diese ‚Heidebüetz‘ mit der Organisation des Wochenendes wohl nicht auf mich nehmen.“
Mit oder ohne Gesangsvorbildung
Michael Weber fordert alle auf, die Freude am Gesang haben, am zweiten Appenzeller Singwochenende mitzumachen. „Das erste Mal waren die Teilnehmenden zwischen dreissig und achtzig Jahre alt, je zur Hälfte Frauen und Männer. Ich habe die Lieder speziell zusammengestellt, sodass sich besinnliche und fröhliche, weltliche und geistliche Stücke abwechseln. Mir ist es auch wichtig, dass Leute kommen, die sonst Hemmungen haben oder solche, die gerne singen würden, sich aber nicht getrauen in einen Chor einzutreten. Diese kann ich so postieren, dass sie von erfahrenen Chorsängerinnen und –sängern mitgezogen werden. Im letzten Jahr hat sich dieses Prinzip bestens und zu aller Zufriedenheit bewährt. Es ist deshalb nötig, dass auch routinierte Chorsänger mitmachen.“
«Alle sind aufgehoben»
„Singen befreit“, ist Weber überzeugt. Er unterstreicht: „Wenn wir so schöne Sachen singen, fühlt man sich aufgehoben, denn in der Gruppe Musik zu machen, ist eine althergebrachte Tradition. Zudem, jeder Mensch kann singen, man muss es nur wagen.“ Der letztjährige Anlass mit über vierzig Teilnehmenden hat dies eindrücklich bewiesen. Wer sich noch weiter über das zukünftige aber auch letztjährige Singwochenende informieren will, hat via Homepage Gelegenheit dazu. Dort sind auch die sehr preiswerten Konditionen nachlesbar. Am tiefen Preis sieht man einmal mehr, dass Michael Weber das Wochenende nicht aus finanziellen Gründen organisiert, sondern weil er Freude an der Musik hat und diese einem grossen Publikum zugänglich machen will.
Das zweite Appenzeller Singwochenende findet am 25./26. Oktober im Sonneblick in Walzenhausen statt. Samstags und sonntags werden mehrere Lieder eingeübt, die dann am Sonntagvesper um 16.30 Uhr in der evangelischen Kirche von Walzenhausen zusammen mit der Bläsergruppe Heiden aufgeführt werden. Anmeldungen und Informationen unter www.singwochenende.ch.vu oder Tel. 071 880 05 94.



























