«Mit Grenze läbig lebe»
Herisau. Die EMK (Evangelisch- methodistische Kirche) Herisau machte sich für eine Woche auf, nach Österreich in die Nähe Innsbruck zu fahren. Eine erste Kirchgemeinde-Ferienwoche wurde gewagt.
Schon 6 Wochen vor Anmeldeschluss war das Ferienhaus in Telfes ausgebucht. 62 Teilnehmer im Alter zwischen 3 Monaten und 87 Jahren wollten diese Ferienwoche miterleben.
Die Grenzüberschreitung in ein anderes Land gab der Ferienwoche gleich das Thema «Mit Grenze läbig lebe!» Zum einen setzte man sich Theologisch mit Grenzen und Grenzerweiterungen des Lebens und in der Bibel auseinander. Plötzlich merkten die Teilnehmer, dass gewisse Grenzen Schutz und Lebensräume schaffen können, andere gibt es zu bejahen und darin trotz allem viele Möglichkeiten, auch die Möglichkeiten Gottes, zu entdecken. An gewissen Punkten beobachtete man, dass sich Grenzen auch in der Bibel verschoben haben zugunsten der Liebe zu Menschen und Gott. Zum Glück hat z.B. der christliche Glaube Grenzen überschritten und nicht nur Israel sondern viele Menschen und Länder, auch uns in der Schweiz, erreicht!
Da gab es Gruppengespräche über das Thema. Grenzen zu den Generationen wurden überwunden und man suchte bei den Essen und Begegnungen immer wieder den gegenseitigen Kontakt. Es war eindrücklich, wie Gross und Klein einander ergänzen konnten. Zum einen gab es altersgerechte Programme für Gross und Klein. Die Kinder machten Spiele, erlebten Abenteuer oder buken Kuchen und Nussgipfel für die Erwachsenen. Bei einem Generationenspiel, wo Kleine, Teenager bis Grossväter und Grossmütter bunt gemischt mitmachten, erlebte die Feriengruppe, wie wichtig es ist, dass alle einander brauchen und helfen können.
Da wurden Kleine durch Netzmaschen eines riesen Seilnetzes balanciert, ohne ein Seil zu berühren. Sogar eine mutige und rüstige Grossmutter oder ein Grossvater waren bereit sich durch eine knappe Netzmasche hieven zu lassen. Bei einem Quiz waren die Erfahrungen der Alten gefragt aber bei anderen Aufgaben die Fähigkeit und Wendigkeit der Kleinen. Wanderungen wurden unternommen. Einzelne wagten eine Klettertour oder Jung und Alt fand man beim Rodeln. Wieder andere besuchten das Hallenbad. Beim Erlebnispfad auf einer Alm wurden beim Barfussweg, den Klettergerüsten und Staukanälen auch Erwachsene wieder zu Kindern und alberten mit den Kindern fröhlich herum. So wurden zum einen Grenzen der Anderen akzeptieren gelernt aber auch andere Grenzen überwunden und erweitert.
Das machte die Generationenübergreifende Ferienwoche zu einem ganz besonders tiefen Erlebnis, welches viele gerne wieder ein anderes Jahr erleben möchten. Am Sonntag nach der Rückkehr teilten Teilnehmer und Pfarrer Urs Ramseier die gemachten Erfahrungen und Erkenntnisse im Gottesdienst mit den anderen zuhausegebliebenen Gemeindegliedern. Dies bildete dann den Abschluss dieser erlebnisreichen Ferienwoche.



























