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Mit gefälschten Arztrezepten den Lebensunterhalt bestritten

Zürich. Es gelang der Polizei nach aufwändigen Ermittlungen zwei Männer zu überführen, die Arztrezepte gefälscht hatten. Mit diesen bezogen sie Medikamente und verkauften sie auf der Strasse.

Begonnen hatte alles mit der routinemässigen Personenkontrolle eines 40-jährigen Schweizers im Oktober 2007. Der Mann trug ein gestohlenes Mobiltelefon auf sich. Rasch tauchten Indizien dafür auf, dass er weitere Delikte verübt haben könnte. Eine Hausdurchsuchung bestätigte den Verdacht und es konnte zusätzliches Deliktsgut sichergestellt werden. Darunter befand sich auch ein als gestohlen gemeldeter Arztkoffer. Der Mann wurde in Untersuchungshaft genommen und weitere Ermittlungen getätigt. Diese führten zu einem 33-jährigen Schweizer, einem «Kollegen» des Verhafteten. Auch bei ihm wurde eine Hausdurchsuchung durchgeführt. Erneut wurde umfangreiches Deliktsgut entdeckt.

Es stellte sich heraus, dass die beiden drogenabhängigen Männer leere Arztrezepte, die sie dem bei der Hausdurchsuchung gefundenen Arztkoffer entnommen hatten, fälschten und damit auf betrügerische Art rezeptpflichtige Medikamente ergaunerten. Meistens wurde das Hypnotikum «Dormicum» bezogen. Das Schlafmittel wurde auf der Strasse zu einem massiv überhöhten Preis verkauft oder vereinzelt selber konsumiert. Auf diese Weise wurden eine Krankenkasse und mehrere Apotheken geschädigt. Daneben begingen die beiden auch Diebstähle von Brieftaschen, Mobiltelefonen oder Taschen verschiedenster Art. Einer der Täter meinte dazu gegenüber den Ermittlern, dass er «nur» mit offenen Augen durch Zürich gehe und dabei immer wieder diverse Sachen «finden» würde. Dank hartnäckigen Ermittlungen konnten 14 Delikte geklärt werden. Beide Täter sind geständig. Der gesamte Deliktsbetrag beläuft sich auf rund 9’800 Franken.

ZürichZürich / 04.02.2008 - 09:53:00