Missionsarbeit braucht religiöse und fachliche Kompetenz
Wie arbeiten die Hilfswerke HEKS und Mission 21? Diese Frage interessierte die Ressort-Verantwortlichen für Mission in den Kirchgemeinden am Treffen mit den Direktoren der beiden Hilfswerke, Ueli Locher und Martin Breitenfeldt.
Zwar versammelten sich am Dienstagabend nur knapp 20 Vertreter der Thurgauer Kirchgemeinden im Evangelischen Kirchgemeindehaus Weinfelden, doch diese erhielten einen umfassenden Einblick in die Arbeit der beiden Hilfswerke HEKS und Mission 21 und konnten auch ihre Wünsche an oberster Stelle anbrin-gen. Unter der Leitung von Pfarrer Karl F. Appl erlebten sie einen informativen Abend.
Erfahrung und Fachkompetenz
Ueli Locher, seit einem Jahr Direktor von HEKS, zeigte in seinem kurzen Referat auf, wie und wo sein Hilfswerk tätig ist und welche Schwerpunkte die Arbeit des HEKS verfolgt. Im neuen Strategiepapier der Organisation, das allen Kirchgemeinden zur Vernehmlassung zugestellt worden war, sind diese Ziele auf übersichtliche Weise dargestellt. Das Hilfswerk der Evangelischen Kirchen der Schweiz setzt sich in den Bereichen ein, wo es über die nötige Fachkompetenz besitzt: in der Entwicklung und Förderung ländlicher Gemeinschaften, der Friedensförderung bei Konflikten verfeindeter Bevölkerungsgruppen, für die Menschenrechte und in Zusammenarbeit mit einheimischen kleineren Organisationen mit kleineren, überschaubaren Projekten. Dass dabei christliche Werte zwar eine Rolle spielen, aber auch die Partnerschaft mit nichtchristlichen Organisationen gesucht wird, gehört zu einem erfolgreichen Wirken in der Entwicklungszusammenarbeit, wie Locher ausführte. Wichtig ist dem HEKS die Nä-he zu den Menschen, die unterstützt werden.
Glauben bewegt und verbindet
«Mission 21», dieses Hilfswerk ist dem Namen nach wohl weniger bekannt. Wenn man aber weiss, dass sich hinter dieser Organisation ein Zusammenschluss von vier Trägervereinen (Basler Mission, Evangelische Mission in Kwango, Herrnhuter Mission und Südafrika-Mission) befindet, kann man das in Basel ansässige, weltweit tätige Missionswerk besser zuordnen. Pfarrer Martin Breitenfeldt, Direktor von Mission 21, zeigte am Jahresmotto «Glauben bewegt – Glauben verbindet» auf, welche Ziele seine Organisation verfolgt.
Bei den Einsätzen, vor allem in Übersee, geht es zwar nicht, darum anderen Menschen den christlichen Glauben aufzuzwingen, aber mit der Arbeit sollen doch auch christliche Werte vorgelebt werden. So werden bei Mission 21 auch Lehrgänge und Kurse für interessierte Leute aus verschiedenen Ländern in Afrika oder Südamerika angeboten. Ähnlich wie HEKS arbeitet auch Mission 21 bei ih-ren Projekten mit Partnerorganisationen in diesen Ländern zusammen.
Mittelbeschaffung wird schwieriger
In zwei Gruppen hatten die Versamm-lungsteilnehmerinnen und –teilnehmer Gelegenheit, brennende Fragen an die beiden Referenten zu formulieren und später im Plenum zu diskutieren. Dass die beiden Hilfswerke durch die Kirchgemein-den weiterhin unterstützt werden sollen, war dabei unumstritten, auch wenn es immer schwieriger wird, Spenden zu sammeln. Die beiden Direktoren bestätig-ten denn auch, dass verschiedene andere Organisationen mit hohem Werbebudget auf diesen Markt drängten. Immerhin sei aber festzustellen, dass die Schweizer Bevölkerung viel Wert darauf lege, ihre Spenden einer Schweizer Organisation zukommen zu lassen.
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