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Minergiestandard bei öffentlichen Neubauten

Romanshorn. Seit rund einem Jahr unterstützt die Gemeinde Romanshorn mit einem Beitragsreglement die «Rationelle Energienutzung mit erneuerbarer Energie».

Nun geht der Gemeinderat noch einen Schritt weiter und möchte eine Vorbildfunktion einnehmen. Neue öffentliche Gebäude der Politischen Gemeinde Romanshorn sollen mindestens und Sanierungen nach Möglichkeit im Minergiestandard erstellt werden.

Im Gemeindeleitbild sind verschiedene Massnahmen und Aktivitäten im Energiebereich definiert. In einem ersten Schritt hat der Gemeinderat das Beitragsreglement «Rationelle Energienutzung mit erneuerbarer Energie» erlassen. Mit dem Beitragsreglement werden einerseits die Grundlagen gelegt für die Ausrichtung von kommunalen Förderbeiträgen und andererseits das Verfahren geregelt. In einem weiteren Schritt möchte nun der Gemeinderat mit der Anwendung des Minergiestandards seine Vorbildfunktion wahrnehmen.

Minergiestandard
Der Gemeinderat hat am 26. August beschlossen, dass bei neuen öffentlichen Gebäuden der Politischen Gemeinde Romanshorn mindestens und bei Sanierungen nach Möglichkeit der Minergiestandard zu erreichen ist. Der Gemeinderat möchte beim Energieproblem mit gutem Beispiel vorausgehen und so einen Beitrag an das Energie- und Klimaproblem leisten.

Kosten
Es liegt grundsätzlich im Interesse des Gemeinderates und der Bürger, energietechnisch gut zu bauen und zu sanieren. Energieeffizient bauen ist nicht teurer, sondern über längere Zeit betrachtet günstiger. Die höheren Baukosten werden durch die tieferen Betriebskosten in relativ kurzer Zeit amortisiert.

Das Label Minergie
Der MINERGIE-Standard ist ein freiwilliger Baustandard, der den rationellen Energieeinsatz und die breite Nutzung erneuerbarer Energien bei gleichzeitiger Verbesserung der Lebensqualität, Sicherung der Konkurrenzfähigkeit und Senkung der Umweltbelastung ermöglicht. Bei MINERGIE wird das Ziel, Grenzwerte im Energieverbrauch, definiert. Die Wege dazu sind vielfältig. Wichtig ist, dass das ganze Gebäude als integrales System betrachtet wird. So sind z.B. bei der Haustechnik mit Heizung, Lüftung und Warmwasseraufbereitung sinnvolle Kombinationen gefragt. In Minergiegebäuden mit minimalstem Heizenergieverbrauch spielt der Energieträger für die Heizung eine untergeordnete Rolle. Der Warmwasserverbrauch dagegen wird in der Energiebilanz verhältnismässig wichtig. Lösungen mit erneuer-baren Energien (z.B. Sonnenkollektoren) bieten sich in diesem Bereich an.

ThurgauThurgau / 10.09.2008 - 07:02:00