Millionenschaden bei Kirchen-Brand
Bei einem Brand in der Kirche St.Leonhard ist am Donnerstagabend ein Schaden von mehreren Millionen Franken entstanden.
Verletzt wurde niemand. Die Brandursache ist unklar; die Ermittlungen sind derzeit im Gang.
Eine Anwohnerin hatte um 18.24 Uhr Alarm geschlagen. Als die Feuerwehr am Brandplatz eintraf, stand der Dachstock des Schiffs der 1887 erbauten neoklassizistischen Kirche im Vollbrand, wie Hanspeter Schnüriger, Berufsfeuerwehr-Kommandant, vor den Medien sagte.
200 Mann standen im Einsatz. Neben der Berufsfeuerwehr kämpften auch die Milizfeuerwehr St. Gallen und Teile der Korps aus Gossau und Rorschach mit Hubrettungsgeräten gegen das Feuer.
Die Einsatzkräfte hatten den Brand nach rund 45 Minuten unter Kontrolle. Der Turm der Kirche konnte gehalten werden. Auch ein Übergreifen der Flammen auf sehr nahe stehende Wohnhäuser konnte verhindert werden. Aus Sicherheitsgründen konnte die Feuerwehr am Abend noch nicht ins Innere des Gebäudes vordringen.
Weil die Kirche in der Nähe des Hauptbahnhofs von St. Gallen steht, musste aber der Zugverkehr während gut einer halben Stunde unterbrochen werden. Laut einem Sprecher der SBB gab es im Fernverkehr dadurch aber nur geringe Verspätungen.
Auch über zwei Stunden nach dem Alarm bekämpften die Feuerwehrleute zahlreiche Glutnester. Die Löscharbeiten dauern noch Stunden an.
Verletzt wurde nach ersten Erkenntnissen niemand. Zum Zeitpunkt des Brandausbruchs befanden sich keine Menschen in der alten Kirche. Nach Auskunft von Hans Eggenberger, Sprecher der St. Galler Kantonspolizei, waren am Donnerstag noch Dachdecker daran, das Dach des Schiffs zu reparieren.
Seit 1995 finden in der Kirche St. Leonhard keine Gottesdienste mehr statt. Die Kirche gehört einem Architekten aus Winterthur. Bis vor wenigen Tagen wurde im baufälligen Gotteshaus noch mit Erfolg das Musical «Sister Act» aufgeführt. Zur Bildergalerie



























