Merz ausser Lebensgefahr
Nach einem Herzstillstand ist Bundesrat Hans-Rudolf Merz erfolgreich am Herzen operiert worden.
Für eine Prognose sei es aber noch zu früh, sagte der Herzchirurge Thierry Carrel am Sonntagabend im Berner Inselspital.
Der Finanzminister sei ausser Lebensgefahr. Prognosen zu neurologischen Schäden könne er aber noch nicht machen, sagte Prof. Dr. med. Thierry
Er habe Merz in einer zweieinhalbstündigen Operation am offenen Herzen fünf Bypässe angelegt, erklärte Carrel. Dies sei eine normale Anzahl. Sie hänge von der Anatomie der Herzkranzgefässe ab. Der Bundesrat werde weiterhin beatmet und bleibe im künstlichen Koma. Dies dürfte noch einige Tage so bleiben.
Die Herzfunktion des Bundesrates mache ihm «keine grossen Sorgen», so Carrel. Für eine genaue Prognose über seine Hirnfunktionen sei es aber noch zu früh. In einigen Tagen wisse man mehr. Die Hirnfunktion sei massgebend für die weitere Prognose.
Grund für den Herz-Kreislauf-Stillstand sei vermutlich eine Herzrhythmusstörung gewesen, die durch einen kurzzeitigen Verschluss der Herzkranzgefässe verursacht worden sein könnte. Merz sei wahrscheinlich nur einige Minuten bewusstlos gewesen.
Fest steht, dass Merz seine Aufgaben für mehrere Wochen nicht ausüben kann. Über seine Vertretung entscheidet der Bundesrat am Montagmorgen.
Weitere Artikel zum Thema:



























