Menschliche Überreste zweier Alpinisten identifiziert
Zermatt/VS. Donnerstag, 6. August 2015. Im September 2014 wurden am Fusse des Matterhorngletschers, auf zirka 2800 m ü. M., menschliche Überreste entdeckt. Mittels DNA-Analyse konnten zwei Bergsteiger identifiziert werden, welche seit 1970 vermisst wurden.
Am 18. August 1970 wurden zwei japanische Alpinisten als vermisst gemeldet. Die damalige Nachsuche blieb erfolglos.
Anfangs September 2014 entdeckte ein Bergsteiger am Fusse des Matterhorngletschers menschliche Überreste.
Diese wurden zur Untersuchung nach Sitten in die Gerichtsmedizin des Spitals Wallis (ZIWS) gebracht.
In Zusammenarbeit mit den dortigen Spezialisten konnten zwei DNA-Profile erhoben werden. Durch Nachforschungen der Kriminaltechnischen Abteilung, in Zusammenarbeit mit dem japanischen Konsulat in Genf, wurden Angehörige in Japan ausfindig gemacht.
Mittels eines DNA- Direktvergleichs konnte nachgewiesen werden, dass es sich um die aufgefundenen Knochen der zwei vermissten japanischen Alpinisten handelt. Formell identifiziert wurde der erste Bergsteiger am 11. Juni 2015, der zweite am 20. Juli 2015.
Die Kantonspolizei führt eine Vermisstenliste, welche die Namen aller seit 1925 als vermisst gemeldeten Personen enthält. Dabei handelt es sich mehrheitlich um Personen, die im Hochgebirge oder in Gewässern verschwanden.
Der Rückgang der Gletscher bringt vermehrt Alpinisten zum Vorschein, welche vor mehreren Jahrzenten als vermisst gemeldet wurden.



























