Mehr Tote auf dem Bodensee
Kreuzlingen. Auf dem Bodensee haben sich 2008 mehr Unfälle ereignet als im Vorjahr. Grund dafür sei der häufige und starke Wind, teilt die Thurgauer Seepolizei mit.
Die See- und Wasserschutzpolizeien der Anrainerländer haben im vergangenen Jahr 179 Unfälle (Vorjahr: 160) registriert. Dabei starben 13 Personen (Vorjahr: 10), 42 Menschen wurden verletzt (Vorjahr: 52). Die Schadenssumme ist um 20 Prozent deutlich gesunken und beträgt rund 412 000 Euro (605 000 Franken).
Starker Wind als Unfallursache
Fast verdoppelt hat sich die Unfallzahl auf dem Gebiet der Thurgauer Seepolizei. Hier wurden 32 Unfälle registriert (Vorjahr: 17). «Das Wetter ist der zentrale Punkt für die Seepolizei», sagte Fritz Hefti, Chef der Verkehrs- und Seepolizei. Im vergangenen Jahr habe die Windstärke häufig knapp unter der Warnschwelle gelegen.
Auf dem Thurgauer Teil des Bodensees verloren zwei Menschen ihr Leben. So starb ein erfahrener Taucher bei einem Tauchgang beim Schiffswrack «Jura» vor Bottighofen. Beim zweiten Fall starb ein Mann eines natürlichen Todes und musste aus dem Wasser geborgen werden. Zwei tödliche Unfälle ereigneten sich auf St. Galler Gebiet.
Vandalenakte nehmen zu
Viel zu tun hatten die Thurgauer Polizeitaucher, allerdings nicht auf dem Bodensee, sondern bei der Suche nach einer vermissten Prostituierten bei Märstetten. Zweimal musste die Seepolizei zu Schiffsbränden ausrücken, verletzt wurde dabei niemand.
Immer häufiger verzeichnet die Seepolizei Vandalenakte. So haben Unbekannte in Kreuzlingen die Bestuhlung eines Fahrgastschiffs in den See geworfen. Auch die Zahl der Diebstähle ist deutlich gestiegen. Besonders oft werden Aussenbordmotoren gestohlen.



























