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Mehr ÖV, weniger Privatverkehr

Der öffentliche Verkehr in der Region Kreuzlingen konnte dank dem Ausbau des Angebots in nur drei Jahren die Zahl der Passagiere um mehr als 200 Prozent steigern.

Die Buslinien in der Stadt und Region Kreuzlingen beförderten 2007 total 2,3 Millionen Passagiere. Auf den Hauptstrassen im Osten von Kreuzlingen stagnierte das private Verkehrsaufkommen.

Auf den Fahrplan 2005 wurde das Angebot des öffentlichen Verkehrs in der Agglomeration Kreuzlingen/Konstanz stark verbessert. Neue Buslinien in der Stadt und Region Kreuzlingen, verdichtete Fahrpläne und das preislich attraktive Bambus-Abonnement sollten die Benützung des öffentlichen Verkehrs erleichtern. Das Ziel, die Zahl der Bus-Fahrgäste um 200 Prozent zu erhöhen, konnte bereits nach drei Jahren erreicht werden. Nach den überdurchschnittlichen Passagiersteigerungen in den Jahren 2005 und 2006 erhöhte sich die Zahl der Passagiere im Jahre 2007 nochmals um 320’000 Personen. Die Stadt- und Regionalbusse beförderten 2007 total 2,3 Millionen Passagiere. Im Vergleich zu 2004, dem letzten Jahr vor dem Ausbau des Busnetzes, entspricht dies einer Steigerung von 1,6 Millionen Passagieren oder 228 Prozent.

Stadt- und Regionalbus legten zu
Der Stadtbus Kreuzlingen zählte 2007 122’000 Passagiere (+12 Prozent) mehr als im Vorjahr. Somit konnte die Zahl der Fahrgäste von 0,3 Millionen im Jahre 2004 auf 1,17 Millionen im Jahre 2007 gesteigert werden. Die Stadtbuslinien 901 und 902 zählten im letzten Jahr je fast 500’000 Passagiere. 180’000 Personen benutzten die Busse der Linie 903. Bei den Regionalbuslinien, die 2007 total 1,14 Millionen Passagiere beförderten, konnte auf der grenzüberschreitenden Linie Konstanz Zähringerplatz – Landschlacht im Vergleich zum Vorjahr eine überdurchschnittliche Zunahme von 89’000 Passagieren oder 21 Prozent verzeichnet werden. Die roten Busse beförderten 504’000 Passagiere. 294’000 Fahrgäste (+10 Prozent) zählte die Postautolinie Kreuzlingen-Güttingen und 131’000 (+5 Prozent die Regionallinie 907 Kreuzlingen-Tägerwilen.

Verbilligtes Bambus-Abonnement weiter auf Erfolgskurs
Nebst den Fahrplanverdichtungen hatte die Einführung des Bambus-Abonnements ganz entscheidenden Anteil an der stetig steigenden Zahl der Buskunden. Das Abonnement ist am Bahnschalter für die Ostwind-Tarifzonen 55, 56 und 57 erhältlich und wird von den Gemeinden um einen Drittel verbilligt. Die Transportunternehmungen konnten 2007 wieder 10 Prozent mehr Verkäufe registrieren. Sie verkauften 928 Jahres- und 5’675 Monatsabonnemente. Rechnet man die Jahresabonnemente in Monatsabonnemente um, so waren im letzten Jahr 14’000 Abonnemente im Umlauf, über 1’000 Exemplare pro Monat.

Stagnation auf der Strasse
Das kantonale Tiefbauamt zählte 2007 am Zählpunkt Bottighofen durchschnittlich 22’000 Fahrzeuge pro Tag. Das sind lediglich 100 Fahrzeuge oder 0,5 Prozent mehr als im Jahre 2004. Die Zählstelle beim Scheidweg in Scherzingen verzeichnete 17’000 Fahrzeuge (-700 / -4,0 Prozent), jene beim Kantonsspital 12’600 Fahrzeuge (-600 / -4,5 Prozent) und jene in Scherzingen in Richtung Langrickenbach 4’800 (-100 / -2 Prozent). Diese Entwicklung könnte ein Indiz dafür sein, dass das verbesserte Angebot im öffentlichen Verkehr zu einer Stagnation im Strassenverkehr führte, weil ein Teil der Verkehrsteilnehmer auf Bahn und Bus umgestiegen waren. In einer Umfrage im Jahre 2005 bei den Bus- und Bahnpassagieren gaben denn auch 25 Prozent der Befragten an, im Vergleich zu früher dank dem besseren Angebot häufiger Bahn und Bus zu fahren und seltener Auto.

Grafik mit der Passagierentwicklung auf den Stadt- und Regionalbuslinien 2004 bis 2007

ThurgauThurgau / 29.04.2008 - 07:34:00