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Markt verteidigen, neue Märkte erobern

St.Gallen. Der Trägerverein Culinarium blickt auf ein erfolgreiches Jahr zurück.

Als Meilenstein steht die Unterzeichnung der Leistungsvereinbarung zwischen dem Kanton St.Gallen und den Regionen. Die Marke Culinarium konnte dadurch gefestigt und die Präsenz in den Regionen gesteigert werden. «Wir sind gut unterwegs aber noch lange nicht am Ziel», gibt Präsident Walter Müller die weitere Marschrichtung vor.

Culinarium kommt seinem Ziel in kleinen aber konsequenten Schritten näher: Die Konsumenten lassen sich vermehrt für lokale Produkte und Gerichte begeistern, und ihr Bewusstsein für Saisonalität in der Ernährung nimmt zu. Mit gezielten Themenkampagnen und Werbemassnahmen in den regionalen Medien arbeitete das Culinarium-Team im vergangenen Jahr in diese Richtung, eine Arbeit, die dieses Jahr noch intensiviert wird. An der Delegiertenversammlung vom vergangenen Mittwoch informierten Vorstand und Geschäftsleitung in den «Gaststuben zum Schössli» in St. Gallen über das Geschäftsjahr 2008. Vor der Versammlung waren die Vereinsmitglieder zu einer Stadtführung eingeladen. Dabei wurde der Fokus auf die kulinarische Geschichte der Gallusstadt gelegt. 

1.1    Nahe bei den Markennutzern
Im Sinne der Neuen Regionalpolitik wurden im letzten Jahr zwischen dem Kanton St.Gallen neue Leistungsvereinbarungen unterzeichnet. «Das eröffnet uns die Möglichkeit, in allen Regionen des Kantons mit einem Botschafter vor Ort zu sein. Wir sind also näher bei unseren Markenbenutzern», sagte der Präsident des Trägervereins, Nationalrat Walter Müller. Die Botschafter haben die Aufgabe, die Marke Culinarium mit lokalen Aktivitäten zu festigen. Als Beispiel dafür stehen im Jahr 2008 der Aufbau von Bäuerinnen-Apéros im Rheintal und Toggenburg, die Geissenshow in Wattwil, welche die Ziege und ihre Produkte ins Zentrum stellt, das Engagement am St.Galler Genusstag und an der Beef08 in Wil, culinarische Erlebniswanderungen in diversen Regionen und die Schaffung eines kulinarischen Genussführers für die Stadt St.Gallen.

In Filialen der Migros Ostschweiz und im Kanton Zürich präsentierte sich Culinarium ebenso wie in diversen Globusfilialen mit Produkten an insgesamt 205 Degustationstagen. Der inhaltlich und gestalterisch überarbeitete Produkte- und Gastroführer «culinarisch» warb in einer Auflage von 25000 Exemplaren in der ganzen Ostschweiz für die gelbe Krone. Der in Zusammenarbeit mit dem Verlag Weber AG, Spiez, herausgegebene Koch-Bildband «St.Gallen for Gourmets» erweist sich als hervorragendes Werbemittel für die kulinarische Ostschweiz. Der Bildband wurde gar mit goldenen Loorbeeren der «Historia Gastronomica Helvetica» ausgezeichnet. 

1.2    Zahlen aus dem Geschäftsbericht
Das letzte Jahr brachte dem Trägerverein Culinarium eine Zunahme bei den Markennutzern; von 217 (2007) auf 266. Der stellvertretende Geschäftsleiter, Urs Bolliger, relativiert diesen Anstieg: «Allein mit dem Beitritt der Vereinigung der St.Galler und Appenzeller Alpkäseproduzenten kamen 40 Betriebe dazu.» Der Umsatz aller Markenbenutzer betrug im vergangenen Jahr 254 Mio. Franken, sie beschäftigen insgesamt 9500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Aktuell gehören dem Trägerverein Culinarium 24 Mitglieder an.

Die Erfolgsrechnung 2008 schloss bei einem Gesamtumsatz von gut 1.6 Mio. Franken (10 Prozent höher als 2007) mit einem leichten Einnahmeüberschuss ab. Auf der Ausgabenseite fällt der Bereich Kommunikation mit 55 Prozent am stärksten ins Gewicht. Für das laufende Jahr sieht das Budget nochmals eine Steigerung in der Basiswerbung vor.

1.3    Wechsel zum Landwirtschaftsamt
Mit dem Wechsel des Trägervereins Culinarium vom Amt für Wirtschaft zum Landwirtschaftsamt brachte das Jahr 2008 bereits eine wichtige Änderung. «Da die meisten Gelder von Seiten der Landwirtschaft fliessen, machte dieser Wechsel durchaus Sinn», betonte Walter Müller. Er ist überzeugt, dass die Verbindung zum Amt für Wirtschaft und zum Tourismus auch nach dem Umzug von Culinarium-Geschäftsführer Andreas Allenspach von St.Gallen nach Flawil sichergestellt ist.

Für die Zukunft des Trägervereins Culinarium stellt Walter Müller zwei zentrale Ansprüche: «Zum einen wollen wir mit den Geldern der öffentlichen Hand einen Mehrwert schaffen und zum anderen sollen unsere Produkte auf dem Markt so positioniert werden, dass sie auch Ertrag bringen.» Wer den Markt halten will, müsse neue Märkte gewinnen, ist er überzeugt. Eine Ausweitung ins Ausland sei deshalb durchaus ein Thema. «Dadurch eröffnen wir unseren Markennutzer erweiterte Chancen.»

St.GallenSt.Gallen / 14.05.2009 - 17:04:13