Märchensymposio – Märchenhafte Frauenkraft

Frauenfeld/TG. Drei Tage lang befassen sich Psychologinnen, Ethnologen, Theologinnen und Märchenforscher in Frauenfeld mit «Frauenkraft, die bewegt - nicht nur in Märchen, Mythen und Sagen».

Die Tagung findet unter dem Dach der Schweizerischen Märchengesellschaft statt.
 
Die Schweizerische Märchengesellschaft hat sich die Förderung der Märchenforschung und die Verbreitung des Volksmärchens auf die Fahnen geschrieben. Seit ihrer Gründung 1993 hat sie bereits mehrmals Symposien zu unterschiedlichen Themen veranstaltet.
 
So waren bereits «Recht und Gerechtigkeit», «Der Wunsch» und «Tierbräutigam und Tierbraut» in den Märchen Tagungsthemen. In Frauenfeld geht es bis zum 7. Juni um die Kraft der Frauen in Märchen und Mythen.
 
Von Tamar bis zu den Hexen

Eine Psychologin beleuchtet die Rolle der Arbeit und Kraft der Frauen in Märchen, ein Museumspädagoge geht der Frage nach, in welchen Kulturen es Geschichten über Göttinnen und Heldinnen gibt. Die aus dem Fernsehen bekannte Schwester Ingrid Grave beschäftigt sich mit der biblischen Frauenfigur Tamar.
 
Ein Ethnologe stellt jene weiblichen Märchenfiguren in den Mittelpunkt, die immer zu dritt auftreten: drei Spinnerinnen, drei Schwestern oder auch die drei Marien. Eine Erzählforscherin schliesslich rückt die Kraft der Hexen im Märchen in den Mittelpunkt.
 
Und selbstverständlich gehören zu einem Märchensymposion auch erzählte Märchen von Nerrivik, der Meerjungfrau, bis zum «Fluch der Patin» und dem «Knaben, der das Hexen lernen wollte». Die Historikerin Heidi Witzig schliesslich stellt geschichtliche und gesellschaftliche Zusammenhänge her.
 

Thurgau / 05.06.2009 - 12:55:41
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