Lista-Gruppe baut im Thurgau 40 Stellen ab
Erlen/TG. Der Einrichtungskomponenten-Hersteller Lista streicht bis zu 120 seiner weltweit 900 Stellen. Betroffen sind auch rund 40 Arbeitsplätze an den Standorten Erlen und Engwilen im Thurgau.
Der Stellenabbau erfolgt hauptsächlich über Entlassungen.
Von den Stellen, die in der Schweiz gestrichen werden, erfolgen lediglich 5 bis 7 über vorzeitige Pensionierungen, wie Geschäftsführer Ferd Gamper am Samstag einen Bericht der «Thurgauer Zeitung» bestätigte. An den Standorten Erlen und Engwilen sind 10 Prozent des Stellenbestands betroffen.
Die weltweit 120 Stellenstreichungen seien die Obergrenze, man hoffe, mit weniger auskommen zu können, sagte Gamper. Die Entlassungen sollen in drei Wellen bis März ausgesprochen werden. Für die Betroffenen existiert ein Sozialplan.
30 Prozent weniger Aufträge
Die Lista-Gruppe reagiert auf um 30 Prozent niedrigere Auftragseingänge seit Spätherbst 2008. «Im ansonsten stärksten Monat im Jahr, dem Dezember, war die Auftragslage sehr schwach», sagte CEO Gamper der Nachrichtenagentur SDA. Innerhalb von zwei Wochen hätten sich die Vorzeichen gewendet.
Für 2009 erwartet die Thurgauer Unternehmensgruppe einen Einbruch Umsatzeinbruch um 36 Mio. Franken. Genaue Prognosen für das laufende Jahr macht die Geschäftsleitung ansonsten nicht. Im Boomjahr 2007 verzeichnete Lista einen Rekordumsatz von 270 Mio. Franken.
Mit dem geplanten Stellenstreichungen will Lista rund 9,5 Mio. Franken einsparen. Den 15 obersten Kadern werden zudem die Löhne im zweistelligen Prozentbereich gekürzt. Nach einem starken Anstieg 2008 werde der fallende Stahlpreis bei den Aufwendungen mehrere Millionen Franken einsparen, sagte CEO Gamper.



























