Letztes Turnier für Curler
Curling. Der Curling Club Herisau-Waldstatt geht in der Eishalle Lerchenfeld fremd.
Der Curling Club Herisau-Waldstatt bestreitet mit drei Teams das letzte Turnier der Saison 2007/08. Dabei handelt es sich um eine Premiere, wird doch für einmal nicht in der heimischen Curlinghalle, sondern in der Eishockeyhalle im Lerchenfeld St.Gallen Curling gespielt.
Anlass zu diesem speziellen Spielort ist das 40 Jahr Jubiläum des befreundeten Curling Club St.Galler Bär. Die St.Galler Bären organisieren zu ihrem runden Geburtstag ein internationales Turnier mit 40 Teams.
Vom 11. April bis zum 13. April kämpfen 160 Curler und Curlerinnen um den Sieg. Somit wird am kommenden Wochenende die Eishalle im Lerchenfeld zur Curlinghalle umfunktioniert.
Die St.Galler Curling Familie kann dabei erstmals Luft schnuppern, wie es wäre wenn man eine neue grössere Curlinghalle mit mehr als drei Rinks zu Verfügung hätte. Zur Zeit laufen grosse Projektanstrengungen um ein neues regionales Curling Center St.Gallen am bisherigen Standort bauen zu können.
Die Projektverantwortlichen sind zuversichtlich, dass bis 2010 dieses Ostschweizer Curling Center Tatsache werden könnte.
Enormer Aufwand für Eisaufbereitung
Kaum waren am vergangenen Sonntag, dem letzten Tag der Eislaufsaison im Lerchenfeld St.Gallen, die Schlittschuhläufer vom Eis, hat die Curling-Eismeistercrew das Zepter über das Eisfeld übernommen. Stefan Röthlisberger, ein Eismeister-Profi von der Berner Curlinghalle, wird zusammen mit acht Helfern die Eishalle für den Curlingeinsatz fit machen.
Curling-Eis herzustellen ist eine Kunst. Die bestehende Eisschicht wird in einem ersten Arbeitsgang abgehobelt und dann eine Schicht kalkfreies Wasser möglichst flach aufgetragen. Kalk gilt als Feind des Curling-Eises. Da Eis lebt, schwitzt, sich verzieht und ausdehnt, kommen die Kalkpartikel an die Oberfläche und beeinflussen die Laufeigenschaften eines Steins.
Wenn diese erste Schicht „perfekt“ aufgetragen ist, werden die Zeichnungen der Rinks angebracht, die dann wiederum mit Wasser bedeckt werden. Die grosse Kunst liegt darin, mit Hobeln und Wasser auftragen, ein ebenes Eis zu erhalten. Fünf Tage hat die Gruppe nun Zeit, die Eisfläche so zu präparieren, dass die Steine optimal curlen.
Turnierbeginn Freitag, 8 Uhr
Das Turnier wird in vier Gruppen gespielt. Die ersten zehn Teams stehen am Freitag bereits um 8 Uhr auf dem Eis. Die letzten verlassen es gegen Mitternacht. Die Teams kommen aus der ganzen Schweiz, Deutschland und Österreich. Die weiteste Reise wird ein Team aus Wien antreten.
Die Finalspiele beginnen am Sonntag, um 14 Uhr. Der Curling Club Herisau-Waldstatt freut sich wenn viele Zuschauer den Weg in die Eishalle Lerchenfeld in St.Gallen finden.
Der Eintritt ist an allen drei Tagen frei und für spannende Spiele ist sicherlich gesorgt. In der Festwirtschaft kann im Fernsehen gleichzeitig auch mit dem Team St.Galler Bär an den laufend
en Weltmeisterschaften in den USA mitgefiebert werden. Weitere Details unter www.curlingherisau.ch und www.sgbaer.ch. Daniel Meuli



























