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Leserbrief: «Nur für grosse Fische?»

Ist die KMU-Steuerreform, über die am 24. Februar abgestimmt wird, nur etwas für grosse Unternehmen? Ein Leserbriefschreiber ist der Ansicht: Nein.

Auf den ersten Blick ist die anstehende Unternehmenssteuerreform wieder einmal bloss etwas für «grosse Fische». Man fragt sich, wo die versprochene Entlastung für kleinere und mittlere Unternehmen bleibt.

Doch dieser erste Eindruck täuscht. Insbesondere die sogenannte 10-Prozent-Mindestbeteiligung wird keinem «Finanzhai» etwas bringen. Diese will nämlich, dass nur bei Personen, die mindestens zu einem Zehntel am Kapital einer Firma beteiligt sind, die bisherige 200-Prozent-Besteuerung von Gewinn und Dividende auf 150-160 Prozent gemildert wird. Wer also zum Beispiel ein noch so grosses Aktienpaket von Nestlé besitzt, kommt nicht in den Genuss von Steuererleichterungen, denn 10 Prozent oder mehr aller Nestlé-Aktien hält niemand.

Die vermeintlich schlechte Regel der 10-Prozent-Mindestbeteiligung zeigt musterhaft, dass die Steuerreform wirklich auf die KMU zugeschnitten ist. Wer zu zehn oder mehr Prozent Kapital eines Unternehmens besitzt, arbeitet meist mit. Sicher ist dies bei den zehntausenden von Familien-Aktiengesellschaften der Fall, wo Kapitalgeber und Firmeninhaber zumeist identisch sind. Sie sollen nicht länger doppelt besteuert werden, denn was sie einsparen, kommt ihrem Unternehmen und somit uns Beschäftigten zu gut.

Matthias Zoller, Steinebrunn

Kantonsratskandidat CVP

ThurgauThurgau / 27.01.2008 - 16:41:00